[FrauenForum] – Literaturcafé

Herzlich willkommen im Literaturcafé von ikult!

Wir sind sehr erfreut den ersten Treff nun festgelegt zu haben und erfreuen uns auf Ihre zahlreiche Teilnahme.

Das erste Buch über den wir uns unterhalten werden, wird das Buch „Nathan der Weise“ von „Gotthold Ephraim Lessing“ sein.

Unsere Treffen werden  alle zwei Monate stattfinden.

Welches Buch als nächstes gelesen werden soll, können wir gerne zusammen entscheiden. Bringt Ideen und Freude mit 🙂 Wir freuen uns auf euch!

Buch: Nathan der Weise – Gotthold Ephraim Lessing
Datum: 09.09.2016 um 10:30 Uhr
Ort: Damla – Türkische Konditorei
Montanusstr. 61
51065 Köln
 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Şirin Eroğlu: eroglu@ikult.com

 

[BildungsForum] – Lesung

fguelenHerzlichst laden wir Sie zur Lesung aus dem Buch „Was ich denke, was ich glaube“ von Fethullah Gülen ein.

Die von Fethullah Gülen inspirierte Hizmet-Bewegung wird von der Öffentlichkeit in Deutschland unterschiedlich aufgenommen. Vor dem Hintergrund immer wieder vorgebrachter Vorwürfe und Vorbehalte ermöglicht dieses Buch eine fundierte und differenzierte Betrachtung der Äußerungen Fethullah Gülens.

Bei uns auf der Web-Seite finden Sie auch unter „Buchempfehlung und Rezension von Hasan Dağdelen“ „Was ich denke, was ich glaube“ ein Beitrag.

Wir freuen uns, dass Herr Volkan Demirel (Vorstandsvorsitzender) und Herr Serdar Ablak (2. Vorstandsvorsitzender) vom Ruhrdialog e.V. die Lesung aus dem Buch vornehmen werden.

Herr Volkan Demirel ist Lehrer für Haupt-, Real- und Gesamtschulen mit den Fächern Deutsch und Englisch.

Herr Serdar Ablak ist selbstständig in dem Bereich Medien- und Kommunikationsdesign.

Datum: 15.09.2016 um 18 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden)
Ort: Synko Synergie Köln e.V.
Unter Sachsenhausen 37
50667 Köln
 

Bei Interesse ist eine vorherige Anmeldung unter folgender E-Mail: goez@ikult.com erforderlich.

[JugendForum] Extremismus

>>ACHTUNG, TERMINÄNDERUNG am 28.07.2016, SIEHE VERANSTALTUNGSBESCHREIBUNG<<

Extremismus ist traurigerweise ein aktuelles Thema und stellt eine Gefahr für das friedliche Zusammenleben dar. Hier gilt es Verantwortung zu übernehmen! Wir als ikult e.V. – [JugendForum] wollen ebenfalls einen Beitrag leisten und haben uns der Aufgabe gewidmet, die Extremismusszene näher zu beleuchten. Denn wenn man die Gefahr kennt und versteht wie sie funktioniert, kann man die Angst vor dem Unbekannten bewältigen und weiß effektiv Einzugreifen.

Hierfür laden wir in unserer Gesprächsreihe „Extremismus“ Experten aus dem Fachgebiet ein. In 45 minütigen Vorträgen mit anschließender Möglichkeit Fragen zu stellen, freuen wir uns, Sie begrüßen zu dürfen.

1. Veranstaltung: Frauen im IS

Datum: 16.Juli 2016 Samstag – 14:00 Uhr

Veranstaltungsort:
SYNKO Synergie Köln e.V.
Unter Sachsenhausen 37
50667 Köln

In unserer ersten Veranstaltung wird Sevdanur Özcan, Religionspädagogin und Familientherapeutin, die Neosalafistische Szene in Deutschland mit einem Fokus auf NRW vorstellen. Argumentationsstrukturen und Rekrutierungsstrategien sowie Radikalisierungsursachen und -merkmale sollen beleuchtet werden, um am Ende die Bedeutung der Präventionsarbeit darzustellen. Was kann der Staat, die Zivilgesellschaft und der Einzelne tun?

2. Veranstaltung: Rechts- und Linksextremismus

DIESE VERANSTALTUNG MUSS LEIDER AUS PERSONELLEN GRÜNDEN DER POLIZEI AUSFALLEN.
Datum: 28. Juli 2016 Donnerstag – 18:00 Uhr
Zur Zeit kann das Polizeipräsidium leider auch keinen Ersatz Referenten bereitstellen. Wir werden versuchen zeitnah einen Ersatztermin zu bekommen.

Veranstaltungsort:

In unserer zweiten Veranstaltung haben wir die Herren Norbert Hebborn, Dieter Rohner und Rüdiger Loch von der Dienststelle Polizeipräsidium Köln, Kriminalinspektion Staatsschutz, STEP (Staatsschutz gegen Extremismus durch Prävention) zu Gast. Die Abteilung Staatsschutz des Polizeipräsidiums Köln legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Präventionsarbeit. An diesem Donnerstag nachmittag werden wir Einblicke in den Rechts- und Linksextremismus in Deutschland bekommen.

Bei Interesse, melden Sie sich bitte unter folgender Mail an: jugendforum@ikult.com

[FrauenForum] Gender-Café

Gender-Café soll den Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine Möglichkeit geben, sich mit dem Thema der Gleichberechtigung im weitesten Sinne zu befassen.

Ziel ist es die Sensibilisierung zu fördern und Möglichkeiten für die Eigeninitiative zu schaffen, um eine gleichberechtigte, selbstbestimmte Lebensweise der Geschlechter zu ermöglichen.

Die ersten drei Veranstaltungen sind als Grundkurs zu sehen.

Referentinnen: 
Marlies Hesse – Journalisten / Namensgeberin der Marlies Hesse Nachwuchspreis für Journalistinnen
Dr. Elisabeth Stiefel – Feministische Ökonomi

Termine:
03.08.2016 / 18:00 Uhr – Grundkurs/ Zeitreise Gender
11.05.2016 / 18:00 Uhr – Grundkurs / Zeitreise Gender

Veranstaltungsort:
SYNKO Synergie Köln e.V.
Untersachsenhausen 37
50667 Köln

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Şirin Eroğlu: eroglu@ikult.com

Rheinlandgespräche: Alevitentum in Deutschland

(Köln, 25.05.2016) Im Rahmen des Projektes „Rheinlandgespräche“ referierte die Jun.-Prof. Dr. Béatrice Hendrich der Universität Köln über das Thema “Alevitentum in Deutschland”.

Nach dem Anwerbeabkommen mit der Türkei sind aus vielen Regionen, hauptsächlich aus den Ostanatolische Städten Aleviten nach Deutschland eingereist. Zunächst war die Unterscheidung der Aleviten kaum möglich, da sie sich verdeckt hielten. Begründet war dies durch die Spannungen und Verfolgungen aus dem Herkunftsland.

Von den Aktivitäten in sog. deutsch-türkischen Begegnungstätten bis zur Gründung eines Dachverbandes, dem zwar nicht alle Vereine untergeordnet sind, ist die Geschichte der Aleviten, die spannende Geschichte der Identitätsfindung einer Minderheit in einer Minderheit.

un.-Prof. Dr. Béatrice Hendrich

Am Ende des Vortags gab es die Möglichkeit für Zuhörer Fragen zu der Thematik zu stellen.

Sonntagsgottesdienst in der AntoniterCityKirche und der Besuch der Dialog Schule in Buchheim

(Köln, 10.April 2016) Die Mitglieder von ikult e.V. hatten sich über die Einladung von Pfarrer Markus Herzberg und den Presbyteriums Mitgliedern zum Sonntagsgottesdienst sehr gefreut. In der Predigt sprach er über die Ängste und Unsicherheit, die viele Menschen in Deutschland momentan bewegen. Die Medienerstattungen über die Flüchtlinge und den Islam werden sehr unterschiedlich von politischen Parteien und Medien kommentiert, was dann in der Bevölkerung zu Vorurteilen gegen Menschen anderer Herkunftsländer und Religionen führt! Pfarrer Markus Herzberg konnte dies durch Beispiele und Zitate, die in den Medien von öffentlichen Personen geäußert wurden, widerlegen. Die Menschen behalten eher das Negative als das Positive aus den Medien! Die prägende Aussage die mir, Rüdiger Sorge, an diesem Tag in Erinnerung blieb, ist die Frage, ob ein gläubiger Mensch, der sich mit anders gläubigen Menschen austauscht oder diesen hilft, dadurch sein Glauben verlieren kann und den anderen Glauben annimmt?

Pfarrer Markus Herzberg sagte: Nun eher nicht, wenn der Glaube fest im Herzen ist. Denn in den aller Welt Religionen ist hinterlegt, dass man den Mitmenschen helfen soll und eine Verantwortung gegenüber der sozialen Gesellschaft hat, egal welche Religionsgemeinschaft der Andere angehört. Leider haben das einige unserer Gesellschaft vergessen. Deshalb sollte jeder mit gutem Beispiel voran gehen und den Dialog zum Mitbürger in der Nachtbarschaft suchen.

Pfarrer Markus Herzberg lud die Anwesenden im Anschluss des  Gottesdienstes zum gemeinsamen Austausch im offenem Dialog im Gemeindesaal bei Kaffee, Tee und Gebäck ein. Dort wurden die anwesenden Gläubigen mit einfachen Fragen zu Ihren Glauben überrascht, die sie sich sonst so nicht mehr gestellt haben. Sowohl die Christen wie auch Moslimen tauschten sich über ihre Gebräuche und Gedanken aus, um festzustellen, dass eigentlich die Tagesabläufe nicht so unterschiedlich sind, außer dass man sich unterschiedlich kleidet!

Gegen Mittag lud der Vorstandsvorsitzende von ikult e.V. Dogan Erol, die Anwesenden zu einer Besichtigung in die Dialog Schule ein. Mit ca. 20 Personen wurden wir unter der Führung vom Geschäftsführer der Dialog Schule Genç Osman Esen durch die Schule geführt! Er erzählte von der Zeit als die Schule als Idee entstand bis zum heutigen Tage und das der Einsatz sich zum Wohle der Kinder und Jugendlichen mehr als gelohnt hat. Auch das die Schulleitung und das Lehrerkollegium stolz darauf sind, dass die Schule die Europamedaille verliehen bekommen hat und als Referenzschule im Regierungsbezirk Köln im Netzwerk der Zukunftsschule NRW als Beispiel für andere Schulen benannt wurde.

Ein gemeinsames Mittagsbuffet in der Schulmensa rundete diesen gemeinsamen Sonntag ab.

14. Internationalen Sprach- und Kulturfestivals, Farben dieser Welt

Der Interkultureller Dialog e.V. als Mitglied im BDDI beteiligt sich als Organisator und Träger bei der Durchführung des „14. Internationalen Sprach- und Kulturfestivals, Farben dieser Welt“, das unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen stattfindet. Im Folgenden finden Sie die offizielle Beschreibung des Sprach- und Kulurfestivals, auf der Homepage vom international festival of language & culture (iflc) www.intFLC.de.

Das Internationale Sprach- und Kulturfestival (iflc) ist ein internationaler Sprachwettbewerb mit Kulturfestcharakter für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren bzw. bis 19 Jahren in der Kategorie Kultur. Es ist das in Nordrhein-Westfalen ausgetragene Finale eines weltweiten Gesamtprojektes, welches  auf den Bemühungen des Academy e.V. mit Sitz in Frankfurt/Main basiert, die seit 2003 bestehende und inzwischen auch international ausgetragene und in der Türkei längst zu einem Medienhighlight avancierte Kulturolympiade auch in Deutschland bekannter und zugänglicher zu machen. Das „iflc“ wird aktuell  von vielen Vereinen, Verbänden und Freiwilligen aus ganz NRW, sowie aus anderen Ländern organisiert, getragen, durchgeführt und unterstützt.

Ziel

Das iflc verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche für andere Sprachen und Kulturen zu begeistern und ihnen einen Zugang zu diesen zu ermöglichen. Dies geschieht, indem die Kinder und Jugendlichen ihnen fremde Sprachen erlernen oder ausgewählte kulturelle Werke einstudieren und abschließend einander in preisdotierten Wettbewerben bei angemessenem Ambiente präsentieren. Die Wettbewerbe werden nach einem innovativen Verfahren gestaltet, das alle TeilnehmernInnen in Abhängigkeit von ihrem persönlichen sprachlichen Hintergrund durch einen gleichermaßen fairen Schwierigkeitsgrad herausfordert.

Das Ergebnis ist ein Festival im Namen des Zusammenhalts und des friedlichen Miteinanders, welches den teilnehmenden Jugendlichen eine Plattform für den interkulturellen Austausch und den interkulturellen Dialog bietet, da sie die Möglichkeit erhalten sich gegenseitig unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Traditionen vorzustellen. Somit findet ein Kultur- und Wissensaustausch, basierend auf gegenseitigem Respekt und gegenseitigen Erfahrungen, der sich sehen und hören lassen kann und der ganz praktisch zur Völkerverständigung beiträgt, statt.

Um weitere Informationen zu erhalten, schreiben Sie uns unter: presse@ikult.com.

  • 28. Mai 2016 in Düsseldorf im ISS Dome

Rheinlandgespräche mit Frau Jun.-Prof. Dr. Béatrice Hendrich

ACHTUNG, Veranstaltungsort hat sich geändert, bitte beachten, Danke.

Das FrauenForum des Interkultureller Dialog e.V. (ikult) möchte Sie recht herzlich zum „Rheinlandgespräche“ „Alevitentum in Deutschland“ mit Frau Jun.-Prof. Dr. Béatrice Hendrich von der Universität zu Köln, Fachbereich: Sprachen und Kulturen der Islamischen Welt (Türkei, Zypern) am Donnerstag, den 26.05.2016 um 19.00 Uhr, einladen.

Frau Jun.-Prof. Dr. Béatrice Hendrich wird einen Vortrag (Dauer ca. 45 Minuten) über das „Alevitentum in Deutschland“ halten. Anschließend ist auch Zeit, um im offenen Dialog mit allen Beteiligten zu treten. Frau Jun.-Prof. Dr. Béatrice Hendrich und das ikult Team stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Mit den Rheinlandgesprächen möchten wir der Öffentlichkeit eine Schnittstelle zum Spannungsfeld aktueller Themen und der interkulturellen und der transkulturellen Dialogarbeit bieten. Weitere Informationen zum Projekt “Rheinlandgespräche” finden Sie hier.

Das FrauenForum des ikult e.V. freut sich, Sie zahlreich empfangen zu dürfen.

Die Veranstaltung kann leider nicht in unseren Vereinsräumlichkeiten stattfinden, Neuer Veranstaltungsort:

SYNKO Synergie Köln e.V.,
Unter Sachsenhausen 37,
50667 Köln

ca. 750 Meter (9 Minuten Fusweg) von ikult e.V. aus Richtung Kölner Dom/ Hauptbahnhof die Christophstr. /Gerionstr./Unter Sachsenhausen lang.

 

Wir bitten um Anmeldung unter: frauenforum@ikult.com

  • Datum: 26.05.2016, Donnerstag
  • Zeit: 19:00 Uhr (Dauer ca. 90 Minuten)

Journalistin Elmas Topcu besucht FrauenForum

(Köln, 30.01.2016) Die WDR-Journalistin und Redakteurin Elmas Topcu referierte auf Einladung des FrauenForums im Rahmen des ikult-Projekts „Rheinlandgespräche“ zum Thema „Medien und Medienlandschaft in Deutschland“.

In einer kurzen Eröffnungsrede stellte das FrauenForum seine Tätigkeiten und das Konzept der Rheinlandgespräche vor. Demnach versuche der Interkultureller Dialog e.V. mit den Rheinlandgesprächen der Öffentlichkeit eine Schnittstelle zum Spannungsfeld aktueller Themen und der interkulturellen und der transkulturellen Dialogarbeit zu bieten. Dabei interessiere sich der Verein auch besonders für die Rolle von Medien in der Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung.

Anschließend wurde bei einem gemeinsamen Brunch die Gesprächsrunde eröffnet. Zunächst präsentierte Elmas Topcu ihren Werdegang, wie sie nach Deutschland kam und ihre Tätigkeit beim WDR aufnahm. Sehr spannend war für die Teilnehmer der Bildungsweg von Frau Topcu. Sie erklärte dazu, sie hätte sich zu Beginn keine festen Ziele für die Zukunft gesetzt, so dass der Wechsel zu ihrem jetzigen Beruf erst möglich werden konnte. Die Kenntnisse aus ihrem Studium, vor allem aus den Bereichen Physik und Mathematik, hätten ihre analytischen Fähigkeiten gefördert. Dadurch könne sie ergebnisorientiert arbeiten und zudem Zukunftsprognosen schließen. Diese Eigenschaften seien in ihrem Beruf unverzichtbar, so Topcu.

Daneben berichtete Topcu von ihren vielfältigen Tätigkeiten. So beispielsweise von der Produktion des Dokumentationsfilms „Der Kuaför aus der Keupstraße“, in der sie zusammen mit Andreas Maus den Nagelbombenanschlag der NSU in der Kölner Keupstraße aus dem Jahr 2004 thematisiert und die Auswirkungen auf das Leben der Menschen in der Keupstraße veranschaulicht. Ausgestrahlt werde der Film in den Kinos Ende Februar.

Auf die Frage woher sie sich die Motivation und den Mut nehme, die schwierigen, wenn nicht gefährlichen Recherchen zu betreiben, antwortete Topcu, dass sie nach ihrem Gewissen handle, das ihr auch die nötige Kraft für ihre Arbeit gebe. Elmas Topcu beeindruckte die Gäste mit ihrem Streben nach kritischer Berichterstattung und der Suche nach Wahrheit und Aufklärung.

Prölß: Statt einer Flüchtlingskrise gibt es vielmehr eine politische Krise der Europäischen Union

(Köln, 28.10.2015) Vor ca. 40 Gästen hielt Claus-Ulrich Prölß, Geschäftsführer des Kölner Flüchtlingsrats, im Rahmen der „Rheinlandgespräche“ einen Vortrag zur Lage der Flüchtlinge in Deutschland und Köln.

Hasan Dağdelen begrüßte die Teilnehmer der Veranstaltung und beschrieb zunächst das Konzept der „Rheinlandgespräche“, ehe er in die aktuelle Flüchtlingsdebatte überleitete. „Mit den Rheinlandgesprächen möchten wir der Öffentlichkeit eine Schnittstelle zum Spannungsfeld aktueller Themen und der interkulturellen und der transkulturellen Dialogarbeit bieten“, so Dağdelen.

Claus-Ulrich Prölß erklärte zu Beginn seines Vortrags anhand der Genfer Flüchtlingskonvention, wann Menschen als Flüchtlinge eingestuft werden. Im Asylverfahren werde geprüft, ob ein wohlbegründeter Grund zur Flucht vorliege. Dabei würden Flüchtlinge verschiedene Routen nutzen, um an ihr Ziel zu gelangen, meist über das Mittelmeer und seit einigen Jahren auch über Landwege, wie neuerdings über die sogenannte ‚Balkanroute‘. Fluchtwege können sich je nach aktueller politischer Lage ändern, so Prölß.

„Statt einer Flüchtlingskrise gibt es vielmehr eine politische Krise der Europäischen Union, die eine gerechte Verteilung von Flüchtlingen nicht umsetzt.“

Claus-Ulrich Prölß

In seinem Vortrag beschrieb Prölß auch wie eine Anhörung von Flüchtlingen vonstatten gehe. Die Aufteilung der Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland richte sich an den Königsteiner Schlüssel. Dieser berechne anhand von Größe, Einwohnerzahl und den Steuereinnahmen eines Bundeslandes die Aufnahmequoten der einzelnen Bundesländer. Nordrhein-Westfalen nehme mit einem Anteil von ca. 21% die meisten Flüchtlinge im Bund auf.

Das Bundesinnenministerium rechne bis Ende des Jahres mit rund 800.000 Asylbewerbern. Es handele sich um die größte Flüchtlingswelle, die es in der Bundesrepublik jemals gab. Allein in Köln habe sich die Zahl der Asylanträge in den letzten zwölf Monaten nahezu verdoppelt.

Am Ende des Vortrags ging es um die Frage wie sich Bürger vor Ort engagieren können. Dazu erklärte der Referent, dass Hilfe und Engagement immer gewünscht seien und verwies auf das „Forum für Willkommenskultur“ der Kölner Freiwilligen Agentur. In Willkommensinitiativen kann man sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren, so der Geschäftsführer des Kölner Flüchtlingsrats im Abschluss seines Vortrags.