Lebens- & Glaubenswelten in Deutschland -Die Wahrnehmung des „Anderen“

In einer Gesprächsreihe haben wir uns im Jahre 2015 durch Vorträge von Vertretern und Vertreterinnen verschiedener Lebens- und Glaubenswelten einen Einblick in bis dahin unbekannte Lebenswelten verschafft. Themen waren unteranderem „Katholisch sein in Deutschland“, „Jüdisch sein in Deutschland“ und „Roma und Sinti sein in Deutschland“.

Wir sind Teil einer Gesellschaft, in welcher viele Kulturen und Religionen gemeinsam leben aber auch häufig nur nebeneinander existieren. Gebetsräume sind Orte in denen Menschen zusammenkommen und gemeinsame Werte teilen. Ein Einblick in diese Welten gibt uns die Möglichkeit einander kennen- und verstehenzulernen.

Dieses Jahr möchten wir die Gebetsräume verschiedener Religionen besuchen, um die Gemeinden und die Menschen zu treffen.

Dazu werden wir
die Synagogen-Gemeinde in der Roonstraße am 06.02.2020 um 17 Uhr, die Griechisch-Orthodoxe Kirche in der Urbanstraße am 28.03.2020 um 12 Uhr,
das Dominikaner Kloster Heilig Kreuz in der Lindenstraße am 18.04.2020,
die Christuskirche am Dorothee-Sölle-Platz am 13.06.2020

besuchen.

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Zur Teilnahme an einem oder mehreren Besuchen melden Sie sich bitte per Mail bei info@ikult.com an. Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt.

Human Rights – Academic Freedom of Turkey after Post-July 15 State of Emergency

Der Interkultureller Dialog e.V.  beschäftigt sich seit seiner Gründung mit dem Thema Menschenrechte und beteiligte sich gemeinsam mit dem TDAB e.V. und der Flüchtlingsinitiative „Academics at Risk“  mit einem Bericht am allgemeinen periodischen Überprüfungsverfahren (englisch: Universal Periodic Review, UPR ) zur Türkei.

Der Bericht wurde am 13.07.2019 beim Menschenrechtsrat eingereicht und richtet den Fokus auf aktuelle Menschenrechtsthemen. 

Den Bericht finden Sie hier.

Düsseldorf 25.09.19 – For the sake of Allah

Ein wichtiges Motto für ein neues Globalisierungsmodell ist „think global, act local”. Diesem Leitgedanken folgend hat sich die Hizmet-Bewegung schon in den 90er Jahren zum Ziel gesetzt, einen Beitrag für den gesamtgesellschaftlichen Frieden durch Offenheit, Transparenz und gegenseitigem Respekt zu leisten.

Hierfür und mit dem Ziel Gottes Wohlgefallen zu erlangen engagierten sich einige Menschen. Dieses Engagement entwickelte sich zu der globalen Hizmet-Bewegung. Sie versucht nun in mehr als 150 Ländern auf der Welt Bildung, Freundschaft und Harmonie zu fördern und als eine „Insel des Friedens“ für alle Menschen aus verschiedenen ethnischen, kulturellen und religiösen Hintergründen in der Gesellschaft zu agieren.

Mit genau diesem Phänomen hat sich auch Prof. Dr. Anwar Alam in seinem neuen Buch „Für das Wohlgefallen Gottes” befasst. Seit über zehn Jahren beschäftigt sich der Autor und Leiter der Policy Perspective Foundation in Neu Delhi im Rahmen seiner Feldforschung systematisch mit den religiösen, pädagogischen, politischen und sozialen Dynamiken der Hizmet Bewegung.

Anmeldung per E-Mail bitte an info@dialog-nrw.de. Die Teilnahme ist kostenlos.

Veranstaltung: For the sake of Allah – Lesung mit Prof. Dr. Anwar Alam
Datum: Mittwoch, 25.09.2019 von 19:00 bis 21:15 Uhr
Ort: Haus der Kirche, Bastionstraße 6, 40213 Düsseldorf

Köln 10.07.19 – Literaturcafé: „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie

Americanah

Das nächste Treffen des Ikult Literaturcafés findet am 10. Juli von 18:30 bis 20:00 Uhr statt. Wir laden ein, in lockerer Atmosphäre über „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie zu diskutieren.

Der Ort wird nach Anmeldung an info@ikult.com mitgeteilt.

Alle Literaturliebhaber*innen sind herzlich eingeladen!

Photo by Markus Spiske on Unsplash

Europa nach der Wahl – Gespräch mit Sabine Verheyen, MdEP

Bei den vergangenen Europawahlen war wiederholt zu hören, dass diese Wahl ein Wendepunkt sei und Europa ohne drastische Veränderungen vor einem Abgrund stünde. Die Sorge war berechtigt, zumal der zunehmende Rechtspopulismus Europa als größtes Friedens- und Kulturprojekt ins Schwanken bringt. Gegen die Bedrohung der freiheitlich-liberalen europäischen Idee fällt jedoch eine gesamtgesellschaftliche Politisierung auf: Die Beteiligung an der Wahl ist deutlich gestiegen und europäische Themen haben in der Bevölkerung an Interesse gewonnen. Obwohl rechtspopulistische Parteien sich etabliert haben, ist ein weiterer Anstieg an Wählerschaft ausgeblieben. 

Es gibt neue Mehrheitsverhältnisse und viele neue Akteure; damit eine veränderte Ausgangsbasis, um die bevorstehenden Herausforderungen auf europäischer Ebene anzugehen:

Wie können gemeinsame Werte wie Freiheit, Menschenrechte und Demokratie stärker gelebt und vermittelt werden?

Welche neue Lösungen können entwickelt werden, um die vermeintliche Diskrepanz zwischen einem sozial gerechten Europa und den Themen Flucht und Migration zu überwinden?

Welche Maßnahmen sind wichtig, um das schwindende Zusammengehörigkeitsgefühl der Europäer*innen zu stärken?

Können Dialoge auf unterschiedlichen Ebenen helfen?

Wie kann Europa die komplexe Realität des Klimawandels so steuern, dass Jugendliche eine Zukunft in Europa sehen? 

Genc Osman Esen, Vorsitzender des Verband Engagierte Zivilgesellschaften wird das Gespräch mit Frau Sabine Verheyen führen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Verantwortung der Zivilgesellschaften und nach den Möglichkeiten, die öffentliche Debatte zu erweitern. Es wird Raum für Zuschauerfragen geben; für das leibliche Wohl ist gesorgt. 

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 12.7.219 unter der E-Mail-Adresse: info@ikult.com

Veranstaltung: Europa nach der Wahl – Gespräch mit Sabine Verheyen, MdEP
Datum: Samstag, 13. Juli 2019, 15:00 Uhr
Ort: Ferdinand Franz Wallraf Gymnasium, Arnsberger Straße: 11, 51065 Köln

[JugendForum] Wege aus der Krise – „Gesellschaft ohne Gott? – Sozialethische Früchte des Glaubens in Deutschland“ mit Dr. Andreas Püttmann

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Wege aus der Krise “ wird der Politikwissenschaftler und freie Publizist Dr. Andreas Püttmann der Frage nachgehen, welche Bedeutung religiöse Überzeugungen für die Gesellschaft haben. Der Fokus liegt dabei auf der religionssoziologisch am besten erforschten christlichen Mehrheitsreligion.

Die zunehmende Pluralisierung und Individualisierung sowie technischer Fortschritt, breiter Wohlstand und eine lange Friedensperiode wirken sich auf die Bedeutung der Religion im gesellschaftlichen Leben aus. Eine kontinuierliche Schwächung der Kirchen – auch unabhängig von der Wirkung von Skandalen – ist offenkundig. Für die zukünftige Entwicklung stellt sich die Frage, ob die Beiträge der Religionen zur Gewissensbildung im Sinne der Nächstenliebe, zu gesellschaftlichem Vertrauen und Zusammenhalt kompensierbar sind.

Viele Fragen, die nicht nur die Kirchen beschäftigen, stellen sich:

  • Welche Argumente gibt es in einer immer säkularer werdenden Gesellschaft für die Religion?
  • Was sagen empirische Studien zur sozialen und politischen Wirkung kirchlicher Lehren?
  • Ist der Glaube an Gott auf Dauer verzichtbar für eine humane Gesellschaft?
  • Was bleibt in Deutschland an Wertschätzung und Vertrauen in die Religionen?

Veranstaltung: Wege aus der Krise – „Gesellschaft ohne Gott? – Sozialethische Früchte des Glaubens in Deutschland“ mit Dr. Andreas Püttmann
Datum: Donnerstag, 13. Juni 2019, 19:00 – 20:30 Uhr
Ort: Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 4-8, 50676 Köln


Dr. Andreas Püttmann

Andreas Püttmann , geboren 1964 in Dinslaken, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Staatsrecht an der Universität Bonn und am Institut d’Etudes Politiques de Paris. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und des DAAD und absolvierte Praktika bei der Westfalenpost, beim WDR-Hörfunk und im Institut für Demoskopie Allensbach. 1989-91 war er Redakteur beim „Rheinischen Merkur“; 1991 Auszeichnung mit dem Förderpreis des Katholischen Journalistenpreises. Er promovierte über das Thema: „Ziviler Ungehorsam und christliche Bürgerloyalität“; die Dissertation wurde 1994 durch die Görres-Gesellschaft im Schöningh-Verlag publiziert.

Seit 1993 ist Püttmann wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung, bis 1995 als Referent für journalistische Nachwuchsförderung, danach als Referatsleiter in der Studentenförderung und Mitglied der Arbeitsgruppe Kirche und Politik. Seit 2002 ist er als freier Publizist tätig, ehrenamtlich auch 2014/15 als Mitglied der von Armin Laschet geleiteten „Zukunftskommission“ der Bundes-CDU zum „Zusammenhalt der Gesellschaft“, 2015-18 im Vorstand der „Gesellschaft katholischer Publizisten“, seit 2011 in der evangelischen „Christlichen Medieninitiative Pro“ und seit 2018 im Ständigen Arbeitskreis „Politische und ethische Grundfragen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Er publiziert u.a. in: Herder Korrespondenz, Stimmen der Zeit, Anzeiger für die Seelsorge, Psychotherapie und Seelsorge, Christ und Welt/Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung; online bei katholisch.de und domradio.de. Buchpublikationen u.a. „Gesellschaft ohne Gott. Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands“ (2010), „Führt Säkularisierung zu Moralverfall? Eine Antwort auf Hans Joas“ (2013), „Wie katholisch ist Deutschland – und was hat es davon?“ (2017), „Wie viel Kirche braucht das Land? Christliches Zeugnis in einer säkularen Gesellschaft“ (Co-Autor, 2019), Gender-Nation-Religion. Ein internationaler Vergleich von Akteursstrategien und Diskursverflechtungen (Co-Autor, 2019).

Köln 17.04.19 – Eine junge Journalistin, auf dem Weg zur Freiheit

Immer wieder müssen Journalisten nach Schikanen, Übergriffen oder Todesdrohungen ihre Heimatländer verlassen.

Die Journalistin N. Ener wird über ihre Flucht erzählen und dabei auf die Haftzeit in ihrem Heimatland und die besondere Situation von Frauen und Kindern hinweisen.

Veranstaltung: Eine junge Journalistin, auf dem Weg zur Freiheit
Datum: 17.04.2019 um 19:00 – 21:00 Uhr
Ort:   Allerweltshaus Köln e.V., Körnerstraße 77-79, 50823 Köln

In Koorperation mit: Vera e.V. und Bildungsakademie Colonia

Köln 11.04.19 – Literaturcafé: „Schachnovelle“ von Stefan Zweig

Das Ikult-Literaturcafé trifft sich ab Frühjahr 2019 wieder. Das nächste Treffen findet am 11. April von 18:30-20:00 statt. Wir laden ein, in lockerer Atmosphäre über die Schachnovelle von Stefan Zweig zu diskutieren.

Alle Literaturliebhaber*innen sind herzlich eingeladen!

„Auf einer Schiffsreise von New York nach Buenos Aires werden die Passagiere Zeugen eines unglaublichen Ereignisses: Der unbekannte und zurückhaltende Dr. B. schlägt den bislang unbesiegten Weltmeister Mirko Czentovic in einer Schachpartie. Doch zu aller Überraschung weigert sich Dr. B., noch einmal gegen Czentovic anzutreten. Erinnerungen an seine Vergangenheit werden in ihm wach, an seine Inhaftierung durch die Gestapo. Damals rettete ihm Schach das Leben …“

Buch: Schachnovelle – Stefan Zweig
Datum: 11.04.2019 um 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: Der Ort wir nach Anmeldung unter info@ikult.com mitgeteilt.

[BildungsForum] – “Ich spreche, also bin ich!”

Seit 1999 wird jedes Jahr am 21. Februar der “Internationale Tag der Muttersprache” gefeiert. Die Einführung erfolgte über die UNESCO. 

Sprachen fördern die kulturelle Vielfalt, erinnern an Toleranz und Respekt. Sie spielen eine bedeutende Rolle im Integrationsprozess in allen Aspekten des öffentlichen Lebens. 

Genau aus diesem Grund können überall dort, wo Minderheitenrechte eingeschränkt sind, bestimmte Muttersprachen verboten werden. Menschen unterliegen Diskriminierungen und politischen Repressionen. Nicht selten entscheiden sich Familien in solchen Ländern dazu, ihre Muttersprache nicht weiterzugeben, u.a. um die Bildungschancen ihrer Kinder nicht zu gefährden. Dabei sind Sprachen jahrtausende alte Trägerinnen von Kultur und Identität ihrer Sprechergemeinschaften. 

Der „Tag der Muttersprache“ ist eine gute Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass Muttersprachen schützenswert und kulturell bedeutsam sind. 

Auch in Deutschland brauchen wir innovative Konzepte, die sowohl der gemeinsamen Verständigungssprache als auch der Förderung von Muttersprachen gerecht werden.

Sprache prägt unser Denken, unsere Kultur, unsere Lebenswelt und sie bildet Gemeinschaft. Sie ist der Spiegel unserer Kultur und Tradition. Aber – Sprache grenzt auch aus, wenn z. B. die Mehrheitsgesellschaft Minderheitssprachen abwertet und in einigen Ländern sogar als bedrohlich einstuft. Welche Folgen hat dies auf die Identitätsbildung von Menschen mit einer „fremden Muttersprache“? Wie steht die Sprache zur sozialen, nationalen oder kulturellen Identität? Mehrsprachigkeit, was bedeutet das? Ist sie Chance? Ist sie Risiko?

Veranstaltung: „Ich spreche, also bin ich!“ mit Frau Tülay Altun
Datum: Montag, 8. April 2019, 19:00 – 21:00 Uhr
Ort: Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln

In Kooperation mit: