Lebens- und Glaubenswelten in Deutschland – „Im Gespräch“

In einer Gesprächsreihe haben wir uns im Jahre 2015 durch Vorträge von VertreterInnen verschiedener Lebens- und Glaubenswelten einen Einblick in unbekannte oder wenig bekannte Lebenswelten verschafft. Themen waren u.a. „Katholisch sein in Deutschland“, „Jüdisch sein in Deutschland“ und „Roma und Sinti sein in Deutschland“.

Anfang 2020 haben wir das Projekt mit dem Ziel: Räumlichkeiten der verschiedenen Religionsgemeinschaften zu besuchen, aufgegriffen. Unsere Vorstellung ist es, durch den Besuch von Orten in denen Menschen zusammenkommen und gemeinsame Werte teilen, ein Verständnis für ihre Traditionen und Glaubenswelten zu ermöglichen.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten wir unser Projekt leider, nach einem durchgeführten Besuch in der Synagogengemeinde in Köln, bis auf weiteres verschieben.

Die aktuelle Situation ermöglicht es uns aber den dritten Teil des Projekts „Glaubens- und Lebenswelten“ vorzuziehen – das gemeinsame Gespräch – als Möglichkeit des vertieften Kennenlernens und somit Brücken zwischen unseren Gedankenwelten zu entdecken und zu bauen.

Der Interkultureller Dialog e.V. lädt Sie zur Online-Veranstaltungsreihe „Lebens- und Glaubenswelten in Deutschland – Im Gespräch“ ein.

Der Vorstandsvorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Rafi Rothenberg, die Verbandsreferentin und Theologin der KAB Diözesanverband Köln Ann-Kathrin Windhuis und die Vorsitzende des Ikult e.V. Hanife Tosun sprechen an drei Abende über Themen, die ihre Vereine und Gemeinden bewegen.

Moderiert werden die Abende von Paula Erdmann, Projektmitarbeiterin für den interreligiösen Dialog im Ikult e.V.

Themen sind:

  • 31.08.2020 – Gebet und Religiosität im Alltag
  • 21.09.20 – Konversion – Wechsel der Perspektive
  • 26.10.20 – Dialog – Gibt es Grenzen?

Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung bei Frau Erdmann unter erdmann@ikult.com.

In Kooperation mit:

14.05.2020 – Gemeinsames Gebet

Liebe Freund*innen des Dialogs,

als ikult e.V. möchten wir in Kooperation mit der Dialogplattform dialog-nrw des Verband Engagierte Zivilgesellschaften in NRW e.V. (im folgenden VEZ) und Forum Colonia e.V. eine Veranstaltung zum Gemeinsamen Gebet angesichts der aktuell herausfordernden Zeiten in der Corona-Krise initiieren.

Zu Beginn der Corona-Krise, Mitte März, hat die VEZ eine Pressemitteilung als Aufruf zum gemeinsamen Gebet verfasst. Die Mitglieder des Verbands, größtenteils muslimischen Glaubens, wurden bis zum Beginn des Ramadans zum täglichen Gebet um 19:30 Uhr eingeladen.

Um den interreligiösen Bezug herzustellen und möglichst Menschen verschiedener Religionszugehörigkeiten anzusprechen, wurde die Uhrzeit der Einladung zum Gebet des Erzbistums in Köln angepasst. Die Teilnehmenden konnten somit von zu Hause aus nach ihren eigenen Glaubensvorstellungen beten. Sie befanden sich in solidarischer Gewissheit darüber, dass viele andere Menschen zur selben Zeit Gott anrufen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland, sowie das Wohl der Bedürftigen auf der ganzen Welt beten.

Zu dieser Aktion gab es viele positive Rückmeldungen und erfreuliche Nachahmungen u.a. im Kreis der Engagierten um die Stiftung House of One – Bet- und Lehrhaus Berlin.

Wir möchten nun abschließend und zur Erweiterung dieses Gedankens, mit Menschen unterschiedlichster Religionszugehörigkeiten und Weltanschauungen eine Zoom-Veranstaltung planen, um nacheinander Gebete und Wünsche vorzutragen.

Die Zoom-Veranstaltung findet am 14.Mai von 19:00 bis 20:00 Uhr statt und wird live auf dem YouTube Kanal des ramadan-nrw unter der Rubrik Teegespräche ausgestrahlt: Gemeinsames Gebet

Der 14. Mai wurde von der Arbeitsgruppe des Hohen Ausschuss für die menschliche Geschwisterlichkeit erst kürzlich als der Tag des Gebets, des Fastens sowie der Werke der Barmherzigkeit und des Bittens für die Menschheit festgelegt.

Wir würden uns sehr darüber freuen, Sie an diesem Abend mit zum Gebet begrüßen zu dürfen.

Aus technischen und organisatorischen Gründen bräuchten wir bei Interesse an der Teilnahme bis Dienstag, den 12.Mai, eine Anmeldung unter info@ikult.com

Lebens- & Glaubenswelten in Deutschland -Die Wahrnehmung des „Anderen“

In einer Gesprächsreihe haben wir uns im Jahre 2015 durch Vorträge von Vertretern und Vertreterinnen verschiedener Lebens- und Glaubenswelten einen Einblick in bis dahin unbekannte Lebenswelten verschafft. Themen waren unteranderem „Katholisch sein in Deutschland“, „Jüdisch sein in Deutschland“ und „Roma und Sinti sein in Deutschland“.

Wir sind Teil einer Gesellschaft, in welcher viele Kulturen und Religionen gemeinsam leben aber auch häufig nur nebeneinander existieren. Gebetsräume sind Orte in denen Menschen zusammenkommen und gemeinsame Werte teilen. Ein Einblick in diese Welten gibt uns die Möglichkeit einander kennen- und verstehenzulernen.

Dieses Jahr möchten wir die Gebetsräume verschiedener Religionen besuchen, um die Gemeinden und die Menschen zu treffen.

Dazu werden wir
die Synagogen-Gemeinde in der Roonstraße am 06.02.2020 um 17 Uhr, die Griechisch-Orthodoxe Kirche in der Urbanstraße am 28.03.2020 um 12 Uhr,
das Dominikaner Kloster Heilig Kreuz in der Lindenstraße am 18.04.2020,
die Christuskirche am Dorothee-Sölle-Platz am 13.06.2020

besuchen.

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Zur Teilnahme an einem oder mehreren Besuchen melden Sie sich bitte per Mail bei info@ikult.com an. Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt.

Human Rights – Academic Freedom of Turkey after Post-July 15 State of Emergency

Der Interkultureller Dialog e.V.  beschäftigt sich seit seiner Gründung mit dem Thema Menschenrechte und beteiligte sich gemeinsam mit dem TDAB e.V. und der Flüchtlingsinitiative „Academics at Risk“  mit einem Bericht am allgemeinen periodischen Überprüfungsverfahren (englisch: Universal Periodic Review, UPR ) zur Türkei.

Der Bericht wurde am 13.07.2019 beim Menschenrechtsrat eingereicht und richtet den Fokus auf aktuelle Menschenrechtsthemen. 

Den Bericht finden Sie hier.

Düsseldorf 25.09.19 – For the sake of Allah

Ein wichtiges Motto für ein neues Globalisierungsmodell ist „think global, act local”. Diesem Leitgedanken folgend hat sich die Hizmet-Bewegung schon in den 90er Jahren zum Ziel gesetzt, einen Beitrag für den gesamtgesellschaftlichen Frieden durch Offenheit, Transparenz und gegenseitigem Respekt zu leisten.

Hierfür und mit dem Ziel Gottes Wohlgefallen zu erlangen engagierten sich einige Menschen. Dieses Engagement entwickelte sich zu der globalen Hizmet-Bewegung. Sie versucht nun in mehr als 150 Ländern auf der Welt Bildung, Freundschaft und Harmonie zu fördern und als eine „Insel des Friedens“ für alle Menschen aus verschiedenen ethnischen, kulturellen und religiösen Hintergründen in der Gesellschaft zu agieren.

Mit genau diesem Phänomen hat sich auch Prof. Dr. Anwar Alam in seinem neuen Buch „Für das Wohlgefallen Gottes” befasst. Seit über zehn Jahren beschäftigt sich der Autor und Leiter der Policy Perspective Foundation in Neu Delhi im Rahmen seiner Feldforschung systematisch mit den religiösen, pädagogischen, politischen und sozialen Dynamiken der Hizmet Bewegung.

Anmeldung per E-Mail bitte an info@dialog-nrw.de. Die Teilnahme ist kostenlos.

Veranstaltung: For the sake of Allah – Lesung mit Prof. Dr. Anwar Alam
Datum: Mittwoch, 25.09.2019 von 19:00 bis 21:15 Uhr
Ort: Haus der Kirche, Bastionstraße 6, 40213 Düsseldorf

Köln 10.07.19 – Literaturcafé: „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie

Americanah

Das nächste Treffen des Ikult Literaturcafés findet am 10. Juli von 18:30 bis 20:00 Uhr statt. Wir laden ein, in lockerer Atmosphäre über „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie zu diskutieren.

Der Ort wird nach Anmeldung an info@ikult.com mitgeteilt.

Alle Literaturliebhaber*innen sind herzlich eingeladen!

Photo by Markus Spiske on Unsplash

Europa nach der Wahl – Gespräch mit Sabine Verheyen, MdEP

Bei den vergangenen Europawahlen war wiederholt zu hören, dass diese Wahl ein Wendepunkt sei und Europa ohne drastische Veränderungen vor einem Abgrund stünde. Die Sorge war berechtigt, zumal der zunehmende Rechtspopulismus Europa als größtes Friedens- und Kulturprojekt ins Schwanken bringt. Gegen die Bedrohung der freiheitlich-liberalen europäischen Idee fällt jedoch eine gesamtgesellschaftliche Politisierung auf: Die Beteiligung an der Wahl ist deutlich gestiegen und europäische Themen haben in der Bevölkerung an Interesse gewonnen. Obwohl rechtspopulistische Parteien sich etabliert haben, ist ein weiterer Anstieg an Wählerschaft ausgeblieben. 

Es gibt neue Mehrheitsverhältnisse und viele neue Akteure; damit eine veränderte Ausgangsbasis, um die bevorstehenden Herausforderungen auf europäischer Ebene anzugehen:

Wie können gemeinsame Werte wie Freiheit, Menschenrechte und Demokratie stärker gelebt und vermittelt werden?

Welche neue Lösungen können entwickelt werden, um die vermeintliche Diskrepanz zwischen einem sozial gerechten Europa und den Themen Flucht und Migration zu überwinden?

Welche Maßnahmen sind wichtig, um das schwindende Zusammengehörigkeitsgefühl der Europäer*innen zu stärken?

Können Dialoge auf unterschiedlichen Ebenen helfen?

Wie kann Europa die komplexe Realität des Klimawandels so steuern, dass Jugendliche eine Zukunft in Europa sehen? 

Genc Osman Esen, Vorsitzender des Verband Engagierte Zivilgesellschaften wird das Gespräch mit Frau Sabine Verheyen führen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Verantwortung der Zivilgesellschaften und nach den Möglichkeiten, die öffentliche Debatte zu erweitern. Es wird Raum für Zuschauerfragen geben; für das leibliche Wohl ist gesorgt. 

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 12.7.219 unter der E-Mail-Adresse: info@ikult.com

Veranstaltung: Europa nach der Wahl – Gespräch mit Sabine Verheyen, MdEP
Datum: Samstag, 13. Juli 2019, 15:00 Uhr
Ort: Ferdinand Franz Wallraf Gymnasium, Arnsberger Straße: 11, 51065 Köln

[JugendForum] Wege aus der Krise – „Gesellschaft ohne Gott? – Sozialethische Früchte des Glaubens in Deutschland“ mit Dr. Andreas Püttmann

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Wege aus der Krise “ wird der Politikwissenschaftler und freie Publizist Dr. Andreas Püttmann der Frage nachgehen, welche Bedeutung religiöse Überzeugungen für die Gesellschaft haben. Der Fokus liegt dabei auf der religionssoziologisch am besten erforschten christlichen Mehrheitsreligion.

Die zunehmende Pluralisierung und Individualisierung sowie technischer Fortschritt, breiter Wohlstand und eine lange Friedensperiode wirken sich auf die Bedeutung der Religion im gesellschaftlichen Leben aus. Eine kontinuierliche Schwächung der Kirchen – auch unabhängig von der Wirkung von Skandalen – ist offenkundig. Für die zukünftige Entwicklung stellt sich die Frage, ob die Beiträge der Religionen zur Gewissensbildung im Sinne der Nächstenliebe, zu gesellschaftlichem Vertrauen und Zusammenhalt kompensierbar sind.

Viele Fragen, die nicht nur die Kirchen beschäftigen, stellen sich:

  • Welche Argumente gibt es in einer immer säkularer werdenden Gesellschaft für die Religion?
  • Was sagen empirische Studien zur sozialen und politischen Wirkung kirchlicher Lehren?
  • Ist der Glaube an Gott auf Dauer verzichtbar für eine humane Gesellschaft?
  • Was bleibt in Deutschland an Wertschätzung und Vertrauen in die Religionen?

Veranstaltung: Wege aus der Krise – „Gesellschaft ohne Gott? – Sozialethische Früchte des Glaubens in Deutschland“ mit Dr. Andreas Püttmann
Datum: Donnerstag, 13. Juni 2019, 19:00 – 20:30 Uhr
Ort: Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 4-8, 50676 Köln


Dr. Andreas Püttmann

Andreas Püttmann , geboren 1964 in Dinslaken, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Staatsrecht an der Universität Bonn und am Institut d’Etudes Politiques de Paris. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und des DAAD und absolvierte Praktika bei der Westfalenpost, beim WDR-Hörfunk und im Institut für Demoskopie Allensbach. 1989-91 war er Redakteur beim „Rheinischen Merkur“; 1991 Auszeichnung mit dem Förderpreis des Katholischen Journalistenpreises. Er promovierte über das Thema: „Ziviler Ungehorsam und christliche Bürgerloyalität“; die Dissertation wurde 1994 durch die Görres-Gesellschaft im Schöningh-Verlag publiziert.

Seit 1993 ist Püttmann wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung, bis 1995 als Referent für journalistische Nachwuchsförderung, danach als Referatsleiter in der Studentenförderung und Mitglied der Arbeitsgruppe Kirche und Politik. Seit 2002 ist er als freier Publizist tätig, ehrenamtlich auch 2014/15 als Mitglied der von Armin Laschet geleiteten „Zukunftskommission“ der Bundes-CDU zum „Zusammenhalt der Gesellschaft“, 2015-18 im Vorstand der „Gesellschaft katholischer Publizisten“, seit 2011 in der evangelischen „Christlichen Medieninitiative Pro“ und seit 2018 im Ständigen Arbeitskreis „Politische und ethische Grundfragen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Er publiziert u.a. in: Herder Korrespondenz, Stimmen der Zeit, Anzeiger für die Seelsorge, Psychotherapie und Seelsorge, Christ und Welt/Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung; online bei katholisch.de und domradio.de. Buchpublikationen u.a. „Gesellschaft ohne Gott. Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands“ (2010), „Führt Säkularisierung zu Moralverfall? Eine Antwort auf Hans Joas“ (2013), „Wie katholisch ist Deutschland – und was hat es davon?“ (2017), „Wie viel Kirche braucht das Land? Christliches Zeugnis in einer säkularen Gesellschaft“ (Co-Autor, 2019), Gender-Nation-Religion. Ein internationaler Vergleich von Akteursstrategien und Diskursverflechtungen (Co-Autor, 2019).

Köln 17.04.19 – Eine junge Journalistin, auf dem Weg zur Freiheit

Immer wieder müssen Journalisten nach Schikanen, Übergriffen oder Todesdrohungen ihre Heimatländer verlassen.

Die Journalistin N. Ener wird über ihre Flucht erzählen und dabei auf die Haftzeit in ihrem Heimatland und die besondere Situation von Frauen und Kindern hinweisen.

Veranstaltung: Eine junge Journalistin, auf dem Weg zur Freiheit
Datum: 17.04.2019 um 19:00 – 21:00 Uhr
Ort:   Allerweltshaus Köln e.V., Körnerstraße 77-79, 50823 Köln

In Koorperation mit: Vera e.V. und Bildungsakademie Colonia