Rheinlandgespräch mit WDR-Journalistin Elmas Topçu

Das FrauenForum des Interkultureller Dialog e.V. (ikult) möchte Sie recht herzlich zum Rheinlandgespräch „Medien und Medienlandschaft in Deutschland“ mit der WDR-Journalistin Elmas Topçu, am Samstag den 30.01. ab 11.00 Uhr, einladen.

An diesem Vormittag haben Sie die Gelegenheit Elmas Topçu, Moderatorin und Redakteurin beim WDR, bei einem gemeinsamen Brunch kennenzulernen. Möchten Sie mehr über ihre journalistische Tätigkeit erfahren oder interessieren Sie sich für die Medienlandschaft in Deutschland? Haben Sie Rückfragen zu aktuellen politischen Ereignissen? Dazu haben Sie hier die Gelegenheit aus erster Hand Informationen zu erhalten. Nach einem gemeinsamen Brunch und Kennenlernen wird es eine Gesprächsrunde geben.

Mit den Rheinlandgesprächen möchten wir der Öffentlichkeit eine Schnittstelle zum Spannungsfeld aktueller Themen und der interkulturellen und der transkulturellen Dialogarbeit bieten. Weitere Informationen zum Projekt “Rheinlandgespräche” finden Sie hier.

Das FrauenForum des ikult e.V. freut sich, Sie zahlreich empfangen zu dürfen.

  • Datum: Samstag, 30.01.2016
  • Uhrzeit: 11.00 Uhr – 14.00 Uhr
  • Ort: SYNKO Synergie Köln e.V., Unter Sachsenhausen 37, 50667 Köln

Neujahrsempfang

Der Interkultureller Dialog e.V. lädt seine Mitglieder, Förderer, Freundinnen und Freunde sowie alle Interessierte herzlich zu einem Neujahrsempfang am 15.01.2016 um 19.00 Uhr ein.

An diesem Abend haben Sie Gelegenheit das Jahr Revue passieren zu lassen sowie sich auf das neue Jahr einzustimmen. Hat Ihnen letztes Jahr etwas besonders gefallen? Haben Sie neue Projektideen? Gibt es noch jemanden den Sie im Verein nicht kennengelernt haben? Oder wollen Sie einfach nur einen schönen interkulturellen Abend erleben? Für all das haben Sie hier Gelegenheit.

Nach einer Begrüßungsrede des Vorsitzenden Doğan Erol dürfen sich die Gäste an einer Comedy-Einlage von Murat İşboğa, der sich mit der Theatergruppe „Halber Apfel“ einen Namen gemacht hat, erfreuen. Das „ikult-Ensemble“ wird für die musikalische Untermalung des Abends sorgen. Selbstverständlich wird für das leibliche Wohl gesorgt. Für den Empfang werden wir die Räumlichkeiten der Unternehmervereinigung SYNKO Synergie Köln e.V. nutzen.

Wir freuen uns, Sie zahlreich empfangen zu dürfen.

  • Datum: Freitag, 15.01.2016
  • Uhrzeit: 19.00 Uhr – 21.00 Uhr
  • Ort: SYNKO Synergie Köln e.V., Unter Sachsenhausen 37, 50667 Köln

Kirchenführung durch die Antoniterkirche

In Ergänzung zu unserem Projekt „Lebens- und Glaubenswelten in Deutschland – Die Wahrnehmung des ‚Anderen‘ in unseren Köpfen“ lädt die Evangelische Gemeinde Köln zu einer Kirchenführung durch die AntoniterCityKirche mit Schwerpunkt auf dem interreligiösen Dialog ein:

Wir möchten in dieser speziellen Führung gerne zeigen, was eine christliche (hier: evangelische) Kirche im Allgemeinen ausmacht. Zusätzlich würden wir gerne zeigen, was es in der Antoniterkirche in Köln im Besonderen zu sehen gibt. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Kunstwerken des Bildhauers Ernst Barlach (1870 – 1938), die überregionale Bedeutung haben. Im Anschluss an die Führung würden wir gerne zu einem Gespräch in unser Gemeindezentrum einladen. Ziel sollte es sein, miteinander ins Gespräch zu kommen um Gemeinsamkeiten zwischen unseren Religionen zu entdecken (oder auch um die Andersartigkeit der Anderen besser zu verstehen).

Martin Weiler für die Evangelische Gemeinde Köln / AntoniterCityKirche

Bitte melden Sie sich bei Interesse bis zum 22.01.2016 mit einer Mail an folgende E-Mail Adresse an: info@ikult.com

  • Datum: Samstag, 23.01.2016
  • Uhrzeit: 15.00 Uhr
  • Ort: AntoniterCityKirche Köln, Schildergasse 57, 50667 Köln

Terroranschläge in Paris – Beileidsbekundung

Fassungslos verfolgen wir die Berichterstattung über die Anschlagsserie in Paris vom gestrigen Abend. Erschüttert und zutiefst betroffen sind wir vor allem über den Tod von mindestens 118 unschuldigen Menschen.  Den Familien, Freunden und Bekannten der Opfer sowie der gesamten französischen Bevölkerung sprechen wir unser tiefstes Mitgefühl aus.

Diese verabscheuungswürdigen Terrorakte waren zweifelsohne Angriffe auf die freiheitlich demokratischen Grundwerte und betreffen daher alle Menschen, die diese Werte teilen. Wir als Interkultureller Dialog e.V. nehmen daher den Terror von Paris auch als Angriff auf unsere Grundwerte wahr. Diese gilt es nun geschlossen zu  verteidigen!

Terror hat zwar keine Religion, doch wie aus der medialen Berichterstattung herauszuhören ist, handelt es sich bei den Terroristen vom gestrigen Abend wohl um religiös motivierte Täter, die dem sogenannten Islamischen Staat (IS) nahestanden.  An dieser Stelle distanzieren wir uns ausdrücklich von jedweder Gewalt und verurteilen den Terror im Namen des Islam auf das Allerschärfste.

Davon überzeugt, dass die französische Gesellschaft gestärkt aus dieser Krise hervorgehen wird, widmen wir unsere Gebete den Opfern und den Angehörigen der Terroranschläge.

Bund Deutscher Dialog Institutionen – BDDI

Interkultureller Dialog e.V.

Jehoschua Ahrens: Juden, Christen und Muslimen liegt eine historische Chance zur Zusammenarbeit vor

(Köln, 20.10.2015) Im Rahmen der Gesprächsreihe “Lebens- und Glaubenswelten in Deutschland – Die Wahrnehmung des ‘Anderen’ in unseren Köpfen” referierte Jehoschua Ahrens, ehemaliger Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, in den Vereinsräumlichkeiten des Interkultureller Dialog e.V. über das jüdische Leben in Deutschland und das Judentum im Allgemeinen.

Jehoschua Ahrens begann seine Ausführungen zum Judentum, welche die erste der drei monotheistischen Religionen ist, mit einer überblicksartigen Rekonstruktion der über 5.000 jährigen Historie dieser Religion. Dabei orientierte sich Ahrens hauptsächlich an der 2.000 jährigen – bis heute andauernden – europäischen und dabei insbesondere der deutschen Entwicklung des Judentums von der Zeit der Römer bis in das moderne 21. Jahrhundert. Der Referent ging auch auf die drei großen Strömungen im Judentum, nämlich die liberale, die modern-orthodoxe und die ultraorthodoxe, ein.

In seinem Vortrag widmete sich Ahrens auch einer vergleichenden Betrachtung zwischen dem Islam und dem Judentum, wobei er einen Schwerpunkt auf die außerordentlich vielen und wichtigen theologischen Gemeinsamkeiten setzte.

„Lange Zeit und ausgiebig genug wurden auf die Unterschiede zwischen unseren Religionen hingewiesen. Es ist an der Zeit, uns in unseren Gemeinsamkeiten wiederzufinden.“

J. Ahrens

Ahrens betonte, dass trotz bestehender Unterschiede, die Gemeinsamkeiten „der Völker des Lichts/Völker der Bücher“ überwiegen würden. Beispielhaft führte der Redner die gemeinsame Erfahrung von Muslimen und Juden in Europa an, die sich überwiegend als Minderheiten in den europäischen Gesellschaften integrieren mussten und dabei auf ähnliche Hindernisse gestoßen sind bzw. stoßen. Weitere Gemeinsamkeiten sind im religiösen Verhalten zu erkennen: So ist die religiöse Reinheit der Ernährung („helal“ / “koscher“) oder das Ritual der Beschneidung eine ausschlaggebende Gemeinsamkeit.

„Juden, Christen und Muslime sind sich – trotz bestehender politischer, kultureller oder religiöser Differenzen – sehr nahe. Ihnen liegt eine historische Chance vor, sich bei gemeinsamen Interessen zusammenzutun und sich für interreligiösen und interkulturellen Dialog einzusetzen.“

J. Ahrens

Rheinlandgespräch: “Zur Lage der Flüchtlinge in Deutschland und Köln”

Der Interkultureller Dialog e.V. (ikult) möchte Sie recht herzlich zum Rheinlandgespräch „Zur Lage der Flüchtlinge in Deutschland und Köln“ einladen.

Seit einigen Monaten beschäftigt die Flüchtlingskrise die Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb sind wir froh, dass wir mit Claus-Ulrich Prölß, Geschäftsführer des Kölner Flüchtlingsrats e.V., einen geeigneten Referenten gewinnen konnten, um Mitgliedern und Freunden des ikult sowie interessierten Gästen einen Gesprächsabend zu dieser aktuellen Thematik anbieten zu können.

Mit den Rheinlandgesprächen möchten wir der Öffentlichkeit eine Schnittstelle zum Spannungsfeld aktueller Themen und der interkulturellen und der transkulturellen Dialogarbeit bieten. Weitere Informationen zum Projekt „Rheinlandgespräche“ finden Sie hier.

  • Datum: 28.10.2015
  • Uhrzeit:, 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
  • Ort: Bildungszentrum Dialog Mülheim: Berliner Str. 156, 51063 Köln
  • Konferenzraum (2. Etage)
  • Anfahrt: Informationen

Menschenrechtsverletzungen der AKP-Regierung seit Dezember 2013

Ein Bericht über die von der AKP-Regierung seit Dezember 2013 ergriffenen
Maßnahmen:

KURZFASSUNG

Der Bericht wurde von Lord Woolf, ehemaliger Lord Chief Justice of England and Wales; Sir
Jeffrey Jowell, Emeritus Professor of Public Law des University College London und Director of
the Bingham Centre for the Rule of Law; Sir Edward Garnier, ehemaliger Solicitor-General for
England and Wales; und Sarah Palin, Barrister für Menschenrechte und Medienrecht, verfasst
und kommt zu dem Ergebnis, dass die türkische Regierung seit Dezember 2013 systematisch
Menschenrechtsverletzungen verübt hat, die eine Klage auf internationaler Ebene, höchst
wahrscheinlich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, begründen würden.

Das hauptsächliche Ziel der Übergriffe waren Anhänger der Gülen-Bewegung, einem Netzwerk
der Zivilgesellschaft aus Personen und religiösen, humanitären und Bildungsinstitutionen, die
sich den Ansichten des islamischen Gelehrten Fethullah Gülen anschließen, der für
interreligiösen Dialog, gemeinnützige Arbeit und universelle Bildung eintritt. Der neueste
Katalysator der Regierungsoffensive gegen die Bewegung war im Dezember 2013 die erneute
Entzündung der schwelenden öffentlichen Besorgnis über das Fehlverhalten der Regierung durch
die Enthüllung eines Korruptionsskandals , in den Präsident Recep Tayyip Erdoğan (zu der Zeit
Ministerpräsident), vier Kabinettsminister, Mitglieder ihrer Familien und mehrere prominente
Geschäftsleute verwickelt waren. Die Regierung behauptete, dass eine Parallelstruktur von
Gülen-Anhängern im türkischen Staat versuche, einen gerichtlichen Coup zu landen und forderte
ihre Zerstörung.

Die darauf folgenden Verletzungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und
anderer von der Türkischen Republik unterzeichneten Menschenrechtsabkommen seitens der
Regierung lassen sich in drei wesentliche Kategorien einteilen: den Betroffenen der
Untersuchung wird das Recht auf Freiheit, Sicherheit und ein faires Verfahren verweigert,
nachdem von der Exekutivgewalt über die Justiz Gebrauch gemacht wird; die Meinungsfreiheit
wird unterdrückt – insbesondere in den Medien; und die Anhänger der Gülen-Bewegung werden
Säuberungsaktionen und Schikanen ausgesetzt und ihre Institutionen und Verbände blockiert.

i) Die Subversion des Rechtsstaatsprinzips und anschließende Verweigerung der Rechte auf
Freiheit, Sicherheit und ein faires Verfahren

Seit dem Korruptionsskandal im Dezember 2013 hat die AKP-Regierung nie gesehene Schritte
unternommen, um von der Exekutivgewalt über die Justiz-, Polizei- und
Strafverfolgungsbehörden Gebrauch zu machen. Zu diesen Schritten gehört die Entlassung aller
Mitarbeiter, die für den Obersten Rat der Richter und Staatsanwälte gearbeitet haben. Sie wurden
durch Personal ersetzt, das der Justizminister ernannte – ein Vorgehen, dass vom
Verfassungsgericht der Türkei als verfassungswidrig entschieden, aber nie rückgängig gemacht
wurde – und die Einführung neuer Strafrichter des Friedens mit ausgedehnter Macht über
strafrechtliche Untersuchungen.

Durch die Untergrabung der Unabhängigkeit der türkischen Justiz hat die AKP-Regierung die
Verhaftung sich offen äußernder Medienpersönlichkeiten und Hunderter in der
Antikorruptionsoperation involvierter Polizeibeamter ermöglicht. Diese Verhaftungen waren ein
Verstoß gegen die türkische Verfassung und das Verbot von Folter, gegen das Recht auf Freiheit
und Sicherheit und das Recht auf ein faires Verfahren, die jeweils in den Artikeln 3, 5 und 6 der
EMRK festgeschrieben sind.

Zu den Beispielen der Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit diesen Verhaftungen
gehören: unerträglich Bedingungen, Verweigerung von Anwaltskontakt, erzwungene
Unterschrift von Dokumenten und das Versäumnis, direkt einem Richter vorgeführt zu werden,
dem die verhafteten Polizeibeamten ausgesetzt waren; die Verhaftung des Chefs der
Mediengruppe Samanyolu, Hidayet Karaça, aufgrund des unzulänglichen Verdachts, verschlüsselte Botschaften durch eine Episode eines fiktiven TV-Dramas ausgestrahlt zu haben; und die Weigerung von Staatsanwälten, einer gerichtlichen Anordnung zur Freilassung von Herrn Karaça und 63 Polizeibeamten auf Kaution Folge zu leisten.

ii) Die Verweigerung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung

Seit Dezember 2013 hat die Regierung zunehmend gegen das im Artikel 10 der EMRK verankerte
Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen. Die staatlich geförderte Unterdrückung freier
Berichterstattung und öffentlicher Debatte hat sowohl Einschränkungen der Pressefreiheit als
auch Behinderungen der sozialen Medien mit sich gebracht.

Zu den Beispielen für das scharfe Vorgehen der AKP-Regierung gegen die Pressefreiheit gehören
die Anklage gegen den Chefredakteur der Zaman wegen der Berichterstattung über eine Rede,
die der Oppositionsführer vor dem Parlament gehalten hatte; die Verteilung einer Liste von
Journalisten, die gefeuert werden sollten, an den Vorsitzenden der Koza İpek Holding, zu der die
Zeitung Bugün gehört; die durch Präsident Erdoğan und Premierminister Davutoğlu persönlich
erstattete Strafanzeige gegen den Redakteur von Today’s Zaman; die Deportation des Reporters
Mahir Zeynalov wegen des „Postens von Tweets, die hochrangige Staatsbeamte kritisierten“; und
die Ausübung wirtschaftlichen Drucks auf andersdenkende Medieneinrichtungen.

Die Regierung hat auch das Internetgesetz geändert, damit die Telekommunikations- und
Kommunikationsbehörde TIB Online-Inhalte blockieren kann, oft ohne Gerichtsbeschluss und
mit nur vier Stunden Vorankündigung. Die TIB hat diese Machtposition genutzt, um Twitter zu
blockieren. Die Maßnahme wurde vom türkischen Verfassungsgericht als „schwerwiegende
Einmischung in die freie Meinungsäußerung“ entschieden. Das Verfassungsgericht hat danach die
vierstündige Vorankündigungszeit als verfassungswidrig verworfen, woraufhin die AKP-Regierung
eine „fast identische“ Änderung in das Internetgesetz einbrachte.

iii) Diskriminierung der Gülen-Bewegung

Die Erdoğan-Regierung hat die vermeintliche Existenz eines Parallelstaates, für den sie
keinen Beweis erbracht hat, als Vorwand benutzt, um Personen und Unternehmen die mit der
Gülen-Bewegung in Verbindung gebracht werden, aus öffentlichen Ämtern zu vertreiben, direkte
Hassreden an sie zu wenden und sie zu enteignen und damit wiederholt gegen die EMRK
verstoßen.

Bei den Säuberungsaktionen sind seit Dezember 2013 etwa 40.000 Polizeibeamte,
Staatsbedienstete und Staatsanwälte unter dem Verdacht einer Verbindung zur Gülen-Bewegung
aus ihrem Amt entfernt worden, was durch die Schaffung einer Parallelen Überwachungseinheit
bei der Polizei für Terrorismusbekämpfung erleichtert wurde. Solch diskriminierende Maßnahmen verstoßen gegen das Recht auf Privatleben und das Verbot von Diskriminierung, die in den Artikeln 8 und 14 der EMRK garantiert sind.

Die AKP-Regierung hat auch versucht, die Anhänger der Gülen-Bewegung durch eine Kampagne
von Hassreden zu diffamieren. President Erdoğan hat die Gülen-Anhänger als „Perverse“,
„Verräter“, „heimtückische Viren und Parasiten“ und „Mitglieder einer Terrororganisation“
verunglimpft. Er hat behauptet, dass nur die „Hölle sie reinwaschen werde“ und Bürgermeister
großer Städte aufgerufen, sie zu „vernichten“. Die weit verbreitete und systematische Natur
dieser aggressiven Rhetorik legt nahe, dass es sich um Hassreden handelt, die unter die Definition
des Artikels 17 der EMRK fallen und verboten sind.

Die AKP-Regierung hat schließlich auch in offensichtlich unberechtigter, unverhältnismäßiger
und illegaler Weise das in Artikel 1 des Protokolls 1 der EMRK garantierte Recht auf Eigentum
von Unternehmen und Verbänden eingeschränkt, die der Gülen-Bewegung angeschlossen sind.
Zu den Beispielen hierfür gehören die Beschlagnahme der Bank Asya durch die
Bankenregulierungs- und Überwachungsbehörde und die Maßnahmen, mit denen der
Hilfsorganisation Kimse Yok Mu das Recht entzogen wurde, Spenden einzusammeln.

Methodik

Dieser Bericht ist von einer unabhängigen, selbstverwalteten Gruppe von Autoren mit Erfahrung
in der Durchführung von Untersuchungen objektiv und unparteiisch erstellt worden. Die Autoren
wurden von Rechtsanwälten der Journalists and Writers’ Foundation gebeten, eine unabhängige
Schreibtischuntersuchung über die Maßnahmen der türkischen Regierung, ihrer Institutionen
und Amtsträger gegen Anhänger der Gülen-Bewegung durchzuführen. Zum für diese
Schreibtischprüfung verwendeten Material gehörten schriftliche Stellungnahmen von Zeugen
und Opfern sowie die türkische Rechtsordnung, Gerichtsurteile und Zusammenfassungen von
Zeugenaussagen.

Dieser Bericht deckt den Zeitraum von Dezember 2013 bis heute ab, doch, wo angebracht, sind
auch frühere Ereignisse erwägt worden.

Zum Originalbericht gelangen Sie hier.

Gesprächsreihe: „Lebens- und Glaubenswelten in Deutschland“

Der Interkultureller Dialog e.V. lädt gemeinsam mit der Kölner Hochschulvereinigung Young Academics zur Gesprächsreihe „Lebens- und Glaubenswelten in Deutschland – Die Wahrnehmung des ‚Anderen‘ in unseren Köpfen“ ein. Die Sitzungen des Projekts werden in der Universität zu Köln und in unseren Vereinsräumlichkeiten stattfinden.

In der Gesprächsreihe „Lebens- und Glaubenswelten in Deutschland – Die Wahrnehmung des ‚Anderen‘ in unseren Köpfen“ werden Auffassungen über verschiedene Identitäten und Lebensformen unserer Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf diese behandelt. Durch Vorträge von Vertretern verschiedener Lebens- und Glaubenswelten und anschließenden Gesprächsrunden erhalten TeilnehmerInnen Einblicke in die ihnen unbekannten Lebenswelten.

In einer von Pluralität geprägten Gesellschaft werden Menschen immer wieder und intensiver mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die Tatsache, dass die Welt zu einem globalen Dorf zusammengewachsen ist, verstärkt dieses Phänomen. Menschen verlassen ihre Heimat und versuchen sich in neuen Kulturen und Gesellschaften einzuleben. Die dabei entstehenden Sozialisationsprozesse bedürfen der enormen Anstrengung beider Seiten.

Insbesondere Deutschland steht vor der Herausforderung der Inkulturation verschiedener Lebens- und Glaubenswelten wie die der Muslime. Die Wiederholung des Wulffzitats „Der Islam gehört zu Deutschland“ durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die damit verbundenen Reaktionen der Öffentlichkeit, zeigen die Brisanz dieser Thematik. Deutschland tut sich schwer mit kultureller Vielfalt.

Der kulturelle und gesellschaftliche Wandel, der durch Interaktion zwischen verschiedenen Lebens- und Glaubenswelten entsteht, stellt jeden Einzelnen vor große Herausforderungen. Die Entstehung von Vorurteilen, Diskriminierungen, Rassismus und Überfremdungsängsten kann dabei vielschichtige Gründe haben. So wundert es nicht, dass es zu gesellschaftlichen Reibungen kommt, die sich in jüngster Zeit besonders in Form der Pegida-Demonstrationen und den Ausschreitungen zwischen rechtsradikalen Hooligans und Salafisten gezeigt haben. Auch die Pariser Anschläge auf Charlie Hebdo wurden letztlich von Menschen verübt, die in der „europäischen Gesellschaft“ sozialisiert wurden.

Die Veranstalter möchten dieses Thema auf der Basis wissenschaftlicher Vorträge vertiefen. Die Intention der Gesprächsreihe ist, verschiedene Identitäten der unterschiedlichen Lebens- und Glaubenswelten einen Raum zur Selbstdarstellung zu bieten. Damit soll das vermeintlich „Fremde“ durch direkten Wissensaustausch „bekannter“ werden. In der Gesprächsreihe werden also folgenden Fragestellungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Wie entstehen Vorurteile? Wer ist der „Andere“ und wie sieht sein Alltag aus? Was denkt er über mich? Welches Gesellschaftsmodell passt zu uns? Anschließende Diskussionsrunden werden uns die Möglichkeit geben, von den Ideen und Erkenntnissen unserer Gäste profitieren zu können.

Es ist den Veranstaltern bewusst, dass im Rahmen des Projekts die Vielfalt von Lebens- und Glaubenswelten im Ganzen nicht wiedergegeben werden kann. Die ausgewählten Vorträge stellen daher nur einen Teil der Realität dar und sollen nur einen Einblick gewähren.

Wir Laden Sie alle herzlich zu unserer Gesprächsreihe „Lebens- und Glaubenswelten in Deutschland – Die Wahrnehmung des ‚Anderen‘ in unseren Köpfen“ ein.

Vorträge

  1. „Wie entstehen Vorurteile?“ von Dr. Susanne Spülbeck am 21.04.2015
  2. „Transkulturalität“ von Dr. Nadjib Sadikou am 20.05.2015
  3. „Katholisch sein in Deutschland“ von Dr. Thomas Lemmen am 03.06.2015
  4. „Roma und Sinti sein in Deutschland“ von Merfin Demir am 09.06.2015
  5. „Evangelisch sein in Deutschland“ von Pfr. Dorothee Schaper am 17.06.2015
  6. „Muslimisch sein in Deutschland“ von Dr. Ismail Hakkı Yavuzcan am 25.06.2015
  7. „Jüdisch sein in Deutschland“ von Rabbiner Jehoschua Ahrens am 20.10.2015

Beachten Sie auch die Projektseite zur Gesprächsreihe.

 

Wir trauern um die Opfer des Flugzeugunglücks in Südfrankreich

Unsere Gedanken und Anteilnahme sind bei den Menschen, die gestern ihr Leben beim Flugzeugabsturz in Südfrankreich verloren haben. Das Unglück stürzt uns in Deutschland, Frankreich und in Spanien in tiefe Trauer.

Wir möchten den Hinterbliebenen unser Beileid aussprechen und wünschen Ihnen Kraft in diesen schweren Stunden und Tagen. Mögen sie ihren Mut nicht verlieren!

Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Familien und Freunden, die mit diesem unfassbaren Unglück fertig werden müssen.

13. Internationales Sprach- und Kulturfestival – Farben dieser Welt

Der Interkultureller Dialog e.V. beteiligt sich als Organisator und Träger bei der Durchführung des 13. Internationalen Sprach- und Kulturfestivals, das unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen stattfindet. Im folgenden finden Sie die offizielle Beschreibung des Sprach- und Kulurfestivals, die vom Bund Deutscher Dialoginstitutionen veröffentlicht wurde:

Das Internationale Sprach- und Kulturfestival (iflc) ist ein internationaler Sprachwettbewerb mit Kulturfestcharakter für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren bzw. bis 19 Jahren in der Kategorie Kultur. Es ist das in Nordrhein-Westfalen ausgetragene Finale eines weltweiten Gesamtprojektes, welches  auf den Bemühungen des Academy e.V. mit Sitz in Frankfurt/Main basiert, die seit 2003 bestehende und inzwischen auch international ausgetragene und in der Türkei längst zu einem Medienhighlight avancierte Kulturolympiade auch in Deutschland bekannter und zugänglicher zu machen. Das „iflc“ wird aktuell  von vielen Vereinen, Verbänden und Freiwilligen aus ganz NRW, sowie aus anderen Ländern organisiert, getragen, durchgeführt und unterstützt.

Ziel

Das iflc verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche für andere Sprachen und Kulturen zu begeistern und ihnen einen Zugang zu diesen zu ermöglichen. Dies geschieht, indem die Kinder und Jugendlichen ihnen fremde Sprachen erlernen oder ausgewählte kulturelle Werke einstudieren und abschließend einander in preisdotierten Wettbewerben bei angemessenem Ambiente präsentieren. Die Wettbewerbe werden nach einem innovativen Verfahren gestaltet, das alle TeilnehmernInnen in Abhängigkeit von ihrem persönlichen sprachlichen Hintergrund durch einen gleichermaßen fairen Schwierigkeitsgrad herausfordert.

Das Ergebnis ist ein Festival im Namen des Zusammenhalts und des friedlichen Miteinanders, welches den teilnehmenden Jugendlichen eine Plattform für den interkulturellen Austausch und den interkulturellen Dialog bietet, da sie die Möglichkeit erhalten sich gegenseitig unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Traditionen vorzustellen. Somit findet ein Kultur- und Wissensaustausch, basierend auf gegenseitigem Respekt und gegenseitigen Erfahrungen, der sich sehen und hören lassen kann und der ganz praktisch zur Völkerverständigung beiträgt, statt.

Internationales Sprach- und Kulturfestival

Veranstaltungen

Eröffnungsgala

Die Eröffnungsgala des iflc wird  von dem Bund Deutscher Dialoginstitutionen NRW  organisiert und durchgeführt. Sie findet am 28.05.2015 im Museum Kunstpalast in Düsseldorf statt und soll der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in das Internationale Sprach-und Kulturfestival  ermöglichen. Bei einem feierlichen Festakt wird vor einem ausgewählten Publikum das Internationale Sprach-und Kulturfestival 2015 offiziell eröffnet. Den geladenen Ehrengästen werden spezielle Beiträge von ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „iflc“ präsentiert.

Finale

Das Finale ist die Preisverleihung für das weltweit organisierte Gesamtprojekt. Hier werden alle internationalen Siegerinnen und Sieger aus den einzelnen Kategorien im Rahmen eines großen Showevents geehrt. Mit dieser Veranstaltung, die am 30. Mai 2015 in der Westfalenhalle in Dortmund stattfinden wird, endet das Internationale Sprach- und Kulturfestival in diesem Jahr offiziell.

Um weitere Informationen zu erhalten, beachten Sie bitte die jeweiligen Terminankündigungen zu den Veranstaltungen: