Feedbacks zum Noahfest 2012

[title size=“2″]…angenehme und enstpanne Stimmung an Bord…[/title]

Lieber Herr Sabanci!

Meinem Sohn und mir hat die Veranstaltung auch gut gefallen. Es herrschte eine sehr angenehme, entspannte und erwartungsfrohe Stimmung an Bord – und in diesem Sinne haben Sie wirklich etwas Tolles für die Verständigung bewirkt! Dazu meinen Glückwunsch!
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrem Wirken und würde mich freuen, wenn wir in Verbindung bleiben.
Alles Gute und schöne Grüße
A.S.

[title size=“2″] … mit Dank für die schöenen Fotos …[/title]

Lieber Herr Sabanci,
vielen Dank für Ihre freundliche Mail und die schönen Fotos. Sie drücken die heitere Stimmung des gestrigen Festes gut aus. Wir waren sehr froh, dabei gewesen zu sein. Nochmals herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. U.M.

[title size=“2″]… ein gelungener Tag …[/title]

Sehr geehrte Damen und Herren !
Ich möchte gerne eine Rückmeldung zum vergangenen Treffen am Sonntag  geben!
Es hat mir sehr gut gefallen,ich war zum ersten mal eingeladen worden, als Ehemann einer Sprachkursteilnehmerin (türkisch ) in St.Augustin.
Es war für mich ein gelungener Tag, freundliche Stimmung, nette Darbietungen, verständnisvolles Zusammensein.
Ich hatte einer Dame von Ihren Verein ( ihren Namen habe ich leider nicht behalten ) ein Gespräch über die Situation von Türken und Deutschen  in unserem Ort.
Sie bot mit Unterstützung bei Fragen und Problemen an.
Viele Grüsse,
Dr.med.G. K.

[title size=“2″]…dass wir alle in einem Boot sitzen… [/title]

Sehr geehrter Herr Sabanci,
meiner Familie hat das Noah Fest sehr gut gefallen. Es wurde mit sehr viel Liebe und Engagement gestaltet. Die Sängerin hatte eine ganz wunderbare Stimme. Leider war es teilweise zu unruhig, als die Rede von Professor Otte sowie des islamischen Gelehrten gehalten wurden, so dass ich die Worte nicht immer ganz verstanden habe. Natürlich habe ich die Symbolik der Schifffahrt verstanden, dass wir alle in einem Boot sitzen und nur gemeinsam, wenn alle zusammenhalten und liebe- und respektvoll miteinander umgehen, eine gemeinsame Zukunft haben und das Ufer erreichen. Ich hätte gerne im Anschluss an die Reden noch  ein paar Fragen hierzu gestellt, nur bot sich hierzu nicht so die Gelegenheit.

Sie sprachen davon, dass am 21.02. ein Ikult Dialogabend stattfinden würde. Über welche Thematik wird an dem Abend gesprochen werden ? Geht es dabei vorwiegend um Kunst, wie Sie erwähnten?  Um wie viel Uhr und wo genau wird dieser Abend statt finden ? Mein Mann würde seine sportliche Aktivität für die Teilnahme an dieser Veranstaltung verschieben und gerne dabei sein. Auch er ist sehr an einem Dialog interessiert.
Mit freundlichen Grüßen
K. R.

[title size=“2″]… ein gelungenes interkulturelles Fest mit vielen schönen Beiträgen…[/title]

Sehr geehrter Herr Sabanci,
für die Einladung zu Ihrem Noah-Fest möchte ich Ihnen persönlich und im Namen der weiteren Teilnehmer von ArtDialog, Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Integration durch Kunst, nochmals vielmals danken. Es war ein gelungenes interkulturelles Fest mit vielen schönen Beiträgen, das Menschen verschiedener kultureller Herkunft und Religionen einander näher brachte. Die musikalischen Auftritte und Bilder der Kinder haben uns besonders berührt. Wir gratulieren Ihnen herzlich zu dem großartigen Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. L. D.

[title size=“2″]… machen Sie weiter so…[/title]

Sehr geehrter Herr Sabanci,

vielen Dank für Ihre Antwort. Mein Arbeitskollege der mich eingeladen hat heißt Herr D. E.
Machen Sie weiter so mit ihrer Arbeit !

Mit herzlichen Grüßen
Y. R.

[title size=“2″]Es ist mehr als überfällig, dass etwas getan wird für die Toleranz und das Verständnis im Zusammenleben.[/title]

Sehr geehrter Vereinsvorstand,

mein Freund C. P. und ich (Y. R.) möchten uns sehr herzlich bei Ihnen und den Sponsoren für dieses gelungene interkulturelle Fest bedanken !!!

Die Idee einer gemeinsamen Schiffsfahrt mit dem Hintergrund verschiedene in der Stadt Köln lebende Kulturen und Religionen zu einem gemeinsamen Gespräch und Austausch zu bringen, kam in unseren Augen hervorragend an. Wir sind durch einen Arbeitskollegen auf Ikult e.V. und diese Veranstaltung vor einigen Wochen aufmerksam gemacht worden und waren sehr neugierig. Von einer solchen Idee hatten wir bisher noch nie gehört. Für uns bot sich damit die Gelegenheit näher mit unseren Mitbürgern und Nachbarn derselben Stadt zusammenzurücken, sich über die unterschiedlichen Lebensarten und natürlich auch die Religion des anderen auszutauschen. Bisher hatten wir (außer in kurzen Gesprächen auf der Arbeit) keine wirkliche Möglichkeit persönlich mehr über Muslime und ihren Glauben zu erfahren. Uns wurden viele Fragen beantwortet und einige Kontakte angeregt und vertieft. Der Gesang der Kindern und einer wirklich sehr guten Sängerin war sehr beeindruckend und ging unter die Haut. Auch die unterschiedlichen Auslegungen zur Geschichte von Noah aus dem Koran und der Bibel war sehr interessant. Das Teilen der gemeinsamen Süßspeise war eine sehr gute Idee. Als kleine Anregung für das kommende Jahr möchten wir gern eine Art Buffet vorschlagen. Es werden sich gewiss viele bereit erklären dafür etwas beizusteuern bzw. selbst etwas dafür vorzubereiten und es mitzubringen.

Wir begrüßen es sehr, dass die Bürgermeisterin der Stadt Köln das Noahfest unterstützte. Veranstaltungen wie diese fördern das Verständnis und das Interesse zwischen den verschiedenen
Kulturen und Religionen. Es ist mehr als überfällig, dass etwas getan wird für die Toleranz und das Verständnis im Zusammenleben. Das Wissen und die persönliche Erfahrung im Kontakt mit dem
anderen beseitigt Vorurteile und hilft den Menschen eine medienunabhängige eigene Meinung zu bilden. Für Muslime bietet sich evtl. die Möglichkeit durch Kontakte mehr in die Gesellschaft integriert zu werden und von ihr als Mitmenschen, Nachbarn und Freunde auch außerhalb ihrer Familie und der eigenen Religionsgemeinschaft wahrgenommen zu werden.

Vielen herzlichen Dank nocheinmal an Ihren Verein und Ihre Helfer.

Mit herzlichen Grüßen
Y. R.

Jahresauftakt – Neujahrs-Brunch mit dem Nachbarn beim ikult e.V.

(Köln, 14.01.2012) Um 11:00 Uhr war das Buffet angerichtet und dann kamen alle! Etwa 40 Freunde und Nachbarn von 8-80 Jahren trafen sich in den Räumen des „Interkultureller Dialog e.V.“ (ikult e.V.).

In gemütlicher, lockerer Runde saß man zusammen. Manche Gäste kennen sich schon lange, andere trafen sich bei einzelnen Veranstaltungen oder Reisen und tauschten Infos oder Fotos aus. Wieder andere waren zum ersten Mal beim ikult e.V. und informierten sich über den Verein.

Es war wie immer eine internationale Begegnung. Menschen mit türkischem , brasilianischen, littauischen und deutschen Hintergrund tauschten sich aus. KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, LehrerInnen, AutorInnen, StudentInnen, Jungen und Mädchen, führten anregende Gespräche.

Das Essen verband alle. Einhellig war man der Meinung: Das Buffet war perfekt!

Interkulturelles Weihnachtsfest 2011

(Köln, 17.12.2011) Am 17.12. um 18 Uhr trafen sich etwa 50 Freunde und Mitglieder des Interkultureller Dialog e.V. zur gemeinsamen Feier in den Vereinsräumen.

Es war eine echt Kölner Weihnachtsfeier, denn fast alle kamen aus Köln – waren entweder hier geboren oder kamen beispielsweise zum Studium nach Köln. Etwa 20 Mitfeiernde hatten deutsche, 20 türkische Wurzeln und 10 Personen kamen aus anderen Nationen.

Der große Saal roch nach Plätzchen, die Kerzen leuchteten und auf dem Buffet standen türkische Leckereien. Die Töchter von Ejder Sabanci, Sena und Süheda, trugen auf dem E-Klavier Weihnachtslieder vor. Einige Lieder sangen wir gemeinsam.

Herr Professor Otte hielt eine kurze Ansprache über Ähnlichkeiten und Verbindendes zwischen den christlichen und den muslimischen Kulturen – werden doch auch im Koran sowohl Maria als auch die Geburt Jesu erwähnt.

Ende der Feier waren die Plätzchenteller und das Buffet ziemlich leergefegt. Ein wunderbarer Abend.

„Lehrertag“ – Das Lehrerbild unter interkulturellen Aspekten

Zum Weltlehrertag 2011 organisierte das Frauenforum des Interkultureller Dialog e.V. im Rahmen der Projektreihe ikult-Gespräche die Veranstaltung „Lehrertag“ – Das Lehrerbild unter interkulturellen Aspekten. Die Veranstaltung begann um 18:00 Uhr und endete gegen 21 Uhr. In Deutschland ist der Weltlehrertag (noch) weitgehend unbekannt.

Bei Gesprächen und Diskussionen wurden die Perspektive von Lehrern, Eltern, Schülern und Elternsprechern auf ihren Beruf, ihre Berufung, ihre Rolle und ihre Verantwortung eingenommen und zu verstehen versucht.

Die Moderation der Veranstaltung übernahm İlyas Koçpınar. Auf dem Podium diskutierten Wolfgang Gerstenhöfer (Bildungspolitischer Sprecher), Dr. Uta Schmitz (PR/ Öffentlichkeitsarbeit)
Dr. Ralf Heinen (Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses) und Monika Baum (Schulamtdirektorin).

Wir möchten und bei allen TeilnehmerINNEN für ihren Beitrag bedanken.

Download des Ankündigungsflyers

Weihnachtskonzert mit Betin Güneş

Am 14. Dezember 2011 hat der „Interkultureller Dialog e.V.“ (ikult e.V.) im Aachener Ballsaal im Alten Kurhaus ein Weihnachtskonzert mit dem in Deutschland lebenden, türkischen Komponisten Betin Güneş veranstaltet. Das Repertoire der Stücke umfasste Meisterwerke von Beethoven und Mozart bis hin zu Cemal Reşit Rey aus der Türkei.

Literaturabend des ikult e.V. FrauenForums

Im Rahmen der Interkulturellen Woche hat das FrauenForum des „Interkultureller Dialog e.V.“ (ikult e.V.) am 21. Oktober 2011 einen Literaturabend organisiert.

Neben circa zehn internationalen Gedichten, die sowohl in ihrer Originalsprache, als auch in deutscher Übersetzung vorgetragen wurden, wurde der Abend durch musikalische Darbietungen begleitet. Eine besondere Rolle spielte dabei die Schilfrohrflöte „Ney“.

Die Projektmanagerin und Künstlerin Frau Dr. Uta Schmitz hielt einen Vortrag zum Spannungsfeld von „Lyrik, Literatur und Gedicht“, ging auf die Konzeptgeschichte der Betriffe ein und äusserte Gedanken und Überlegungen, wie diese Kunstformen unsere innere Gefühle und Werte wiederspiegeln.

Zum Dank für die ehrenamtlichen Organisation dieses Literaturabends schenkte das FrauenForum dem Vorleser, Übersetzer und Sängern Blumen und Urkunden mit arabischer Kalligraphie-Kunst (sog. Hat-Kunst).

Diese Veranstaltung konnte erneut Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, Sprachen und Religionen durch den Verweis auf Kultur (wie z.B. Lyrik oder Musik) an ihre Gemeinsamkeiten im Menschsein erinnern.

Lyrik, so machte der Abend allen Anwesenden deutlich, kann als eine gemeinsame Sprache von Menschen über Nationen hinweg verstanden werden. Die Worte des Herzens besitzen, wenn sie behutsam ausgewählt und aneinander gefügt werden, ein sehr großes Potential, gerade Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten hin zu einem gemeinsamen Dialog zu begeistern.

„Solche Organisationen müssten wir öfters haben“ war einer der meisten Wünsche was wir von den Gästen zu hören bekamen.

Interkulturelles Kochen – FrauenForum Kochworkshops 2010/11

„Das muss ich zu Hause aber auch mal machen“ sagte Simila zu Muhammed, „mal gucken, ob meine Kinder das auch mögen“.

Essen zuzubreiten ist Freude! Die Gerüche der Kräuter und Gewürze, die Farben von Gemüse und Obst, das Schneiden und Hacken sprechen unsere Sinne an. Und dann noch das Abschmecken und das anschließende gemeinsame Essen am schön gedeckten Tisch – das verbindet. Mit unseren Koch-Workshops unter der Leitung des FrauenForums und Sultan Elmali konnten wir 2010/11 in ganz verschiedene Kochkulturen hineinschmecken das Typische verschiedener Kochkulturen kennenlernen.

„Liebe geht durch den Magen. / Aşk mideden geçer.“
Deutsches Sprichwort

In den Jahren 2010 und 2011 hatte das FrauenForum des „Interkultureller Dialog e.V.“ (ikult e.V.) insgesamt 10 Kochworkshops organisiert. Unter den wachenden Augen von ExpertINNenunterschiedlicher Nationalitäten kochen Interesssierte gemeinsam. U.a. wurden Spezialitäten aus der türkischen, italienischen, der brasilianischen und der deutschen Küche zubereitet. Weitere Nationalitäten sind herzlich willkommen. Warum sollten die Kochworkshops aufhören?

“A tavola non si invecchia. / Gute Küche schadet nicht.
(wörtlich: Bei Tisch altert man nicht.)” Italienisches Sprichwort

Beispielsweise wurde folgendes Menu zubereitet:

  • Vorspeisen
    • Mezeler (Vorspeisesorten)
  • Hauptspeisen
    • Yaprak Sarma, Dolma (gefüllte Weinblätter und Auberginen)
    • Mecimek Çorba (Rote Linsensuppe), Yayla Çorba (Joghurt-Reissuppe)
    • Mantı (Teigtäschchen mit Joghurtsauce)
    • Maklube (Reiskuchen mit Fleisch und Gemüse)
    • Spaghetti Bolognese (auf italienischer Art)
  • Nachtische
    • Portakallı Krema (Orangencreme)
    • Kabak tatlısı (Kürbis im Backofen überbacken mit Zucker)

Das eine gute, kreative interkulturelle und transkulturelle Arbeit auf vielen Ebenen ablaufen muss, konnten alle TeilnehmerINNEN bestätigen. Und zum Abschied einen Mokka? Warum nicht?

„Bir fincan kahvenin kırk yıl hatırı vardır. / Eine Tasse Mokka, 40 Jahre Erinnerung.“
Türkisches Sprichwort

ikult e.V. vergibt den ikult-Award 2011

(Köln, 01.04.2011) Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 5jährigen Jubiläums des Vereins „Interkultureller Dialog e.V.“ (ikult e.V.) bedanken sich die Mitglieder mit der Verleihung des ikult-Awards 2011 für besondere Verdienste im interkulturellen Dialog bei den folgenden Personen:

  • Josef Wirges (Bezirksbürgermeister, Ehrenfeld)
  • Fritz Schramma (Ex-Oberbürgermeister der Stadt Köln)
  • Dr. Jürgen Nielsen-Sikora (Dozent der Universität zu Köln)
  • Andreas Hupke (Bezirksbürgermeister, Innenstadt und Deutz)
  • Heijo Höfer (Bürgermeister, Altenkirchen (WW))
  • Betin Güneş (Pianist, Komponist und Dirigent)

Interkultureller Dialog e.V. vergibt den ikult-Award 2010

Im Rahmen des Noah-Festes 2010 im Pfarrsaal St. Theodor Köln-Vingst hat der „Interkultureller Dialog e.V.“ (ikult e.V.) die diesjährigen IKULT-AWARDs vergeben. Mit dem Award wurden Personen gewürdigt, die sich maßgeblich und ehrenamtlich für den Dialog der Kulturen und Religionen in Köln eingesetzt haben.

[title size=“3″] PreisträgerINNEN[/title]

  • Pfarrer Franz Meurer (katholischer Pfarrer): für die Förderung des interreligiösen Austauschs in Köln, insbesondere im Stadtteil Köln-Vingst)
  • Beatrix Jax (Immobilienmaklerin): Für ihr Engagement als Sprecherin für den Hör-Sprachkurs Urlaubstürkisch“ im Rahmen des gleichnamigen Vereinsprojekts.
  • Sultan Elmali (Hotelkauffrau): Für ihr Engagement, mit Zeit und KnowHow dem interkulturellen Austausch kulinarisch auf hohem Niveau unter die Arme zu greifen
  • Jörg Bobka (Augenoptikermeister): Für das wiederholte und unkomplizierte Zur-Verfügung-Stellen privater Räume im Dienste des interkulturellen Austauschs
  • Ali İhsan Güneş (Dipl. Ing. Architekt): Für seine planerischen und zeichnerischen Fertigkeiten
  • Rüdiger Sorge (Staatlich geprüfter Techniker): Für seine dauerhafte, unkomplizierte und geduldige Unterstützung
  • Prof. Dr. Klaus Otte (evangelischer Pfarrer): Für die Förderung des interreligiösen Dialogs auf akademischer Ebene, insbesondere mit Vorträgen, wissenschaftlichen Beiträgen und Veröffentlichungen
  • Dr. Marc Hieronimus (DAAD-Lektor an der Universität Amién): Für die wissenschaftliche Begleitung der akademischen Veranstaltung von des „Interkultureller Dialog e.V.“ (ikult e.V.) auf sehr hohem Niveau.

Symposium: Fethullah Gülen – Ein Förderer des interkulturellen Dialogs?

(Köln, 08.11.2008) Umfragen zufolge gehört Fethullah Gülen zu den führenden zeitgenössischen Intellektuellen der Welt. Auch in Deutschland wächst das Interesse an dieser Persönlichkeit. Deshalb organisierte der ikult e.V. ein Symposium mit dem Titel “Fethullah Gülen – Ein Förderer des interkulturellen Dialogs?”, um die Gedankenwelt Gülens und die Beweggründe der Hizmet-Bewegung zu beleuchten.

In der Eröffnungsrede leitete der Geschäftsführer des ikut e.V., Ejder Sabancı, die Veranstaltung ein und bedankte sich im Voraus bei den Referenten: Dr. Bekim Agai, Dr. Marc Hieronimus, Prof. Dr. Klaus Otte und Cemal Uşşak. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Jürgen Nielsen-Sikora.

Die Begrüßungsrede in Vertretung des Oberbürgermeisters Fritz Schramma hielt Frau Marlis Bredehorst, Beigeordnete der Stadt Köln und betonte die Wichtigkeit des interkulturellen Austausches für die Stadt Köln.

„Ich weiß nicht zu viel von Fethullah Gülen. Ich weiß aber, dass Bildung bei ihm an der obersten Stelle steht.“

Marlis Bredehorst

Anschließend ergriff Dr. Bekim Agai als erster Referent das Wort. Agai studierte an den Universitäten Bonn und Kairo Islamwissenschaften, Geschichte und Psychologie, erforschte in Europa und in der Türkei den modernen Islam und schrieb seine Promotion über Fethullah Gülen. Agai betrachtete Gülens Biographie und Gedanken aus historisch-theologischer Perspektive und sagte: „Fethullah Gülen durchlief einen klassisch-islamischen Bildungsweg und gewann durch seine Bildungs- und Erziehungsmodelle zunächst in der Türkei und anschließend auf der ganzen Welt Anerkennung.“

„Gülen sieht die modernen Wissenschaften als Schlüssel zur Moderne.“

Dr. Bekim Agai

Agai fügte hinzu: „Aufgrund des Erfolgs im Bereich der Bildung leisten die Einrichtungen der Gülen-Bewegung erfolgreiche Integrationsarbeit. Gülen entwickelte ein modernes Bildungsmodell ohne dabei die Tradition außer Acht zu lassen. Er vertritt die Ansicht, dass es die Aufgabe eines jeden Muslims ist, dem Menschen in dieser Hinsicht zu dienen. Ich möchte die Menschen, die Gülens Ideen verfolgen, als Menschen bezeichnen, die die Moderne in die Praxis umsetzen.“

Als zweiter Referent verglich Dr. Marc Hieronimus Fethullah Gülens Thesen mit einigen Werken westlicher Geisteswissenschaftler. Er verwies auf Übereinstimmungen zwischen Gülens Herangehensweise bei der Analyse der westlichen Gesellschaft mit der der Franfkurter Schule. Dr. Hieronimus verglich zudem Gülens Streben nach Glück, Ehrlichkeit, Liebe, Toleranz und Solidarität mit einschlägigen Aussagen wie etwa Horst-Eberhardt Richters oder Erich Fromms.

„Seine Anhänger sehen zurecht in Gülen einen Vorkämpfer für Bildung und einen Wegbereiter des interkulturellen Dialogs.“

Dr. Marc Hieronimus

Cemal Uşşak, Journalist und Schriftsteller in der Türkei, erklärte hingegen, Fethullah Gülen habe in der Türkei zunächst durch seine Predigten an Popularität gewonnen. Er habe seine Anhänger zu einer positiven Haltung gegenüber dem “Fremden” bewegt. Gülen werde auch oft als zeitgenössicher Mewlana bezeichnet, obwohl er weit über diesen hinausgehe. Wenn Mewlana sagte: „Was immer du sein magst, komm, komm nur”, heißt es bei Gülen: „Wer immer du auch bist, ich komme zu dir.”

Uşşak fuhr wie folgt fort: „In Gülens Predigten und Werken findet man weder Hass noch Feindseligkeit, sondern nur friedvolle Inhalte. Die von ihm inspireirten Schulen werden von Kindern unterschiedlicher Herkunft besucht, in Ländern wie den Philippinen, Afghanistan oder Bosnien-Herzegowina, wo Menschen Kriege gegeneinander führen. In den Schulen aber arbeitet man für den Frieden.“

Der letzte ReferGülen-Symposium: Publikument des Symposiums, Prof. Dr. Klaus Otte, betonte abschließend, dass die im Vorbereitungsgremium gewünschte Frageform des Themas die Dialog-Problematik im Ganzen und besonders im Hinblick auf den modernen Vordenker des modernen Islam, Fethullah Gülen, deutlich macht. Das eher vordergründige Dialog-Verständnis im Sinne eines praktisch-rationalen Informationsaustausches verfehle oft die Realität und verirre sich in halbwahren bzw. ideologischen Behauptungen und Wunschvorstellungen. Der dem Entdecken von Zukunft und Wahrheit zugewandte und verschriebene Dialog lasse sich methodisch und sachlich auf die phänomenale Realität in Schrift und Lebensweise der Dialogpartner ein, um eine gemeinsame Zukunft zu erforschen und zu schaffen. Fethullah Gülen zeige in seinem literarischen und kulturpolitischen Wirken zahlreiche Ansätze, welche den „wahren Dialog“ ermöglicht haben und künftig weiter entwickeln können.